Die Forderungen der Arbeiter und Angestellten der Metallindustrie werden am Donnerstag um 11 Uhr in der Wirtschaftskammer an die Arbeitgeber überreicht. Neben einer spürbaren KV-Erhöhung fordern die Vertreter die Einführung der Freizeitoption bei allen sechs Metallerverbänden.
Die Jahres-Teuerungsrate beträgt heuer 1,2 Prozent, ein Abschluss eines Kollektivvertrages (KV) darunter gilt bei den Gewerkschaften als unannehmbar.
Die Wirtschaftsforscher von Wifo und IHS erwarten für heuer ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von plus 0,5 bzw. 0,7 Prozent.
"Benya-Formel"
Traditionell berechnet sich die Forderung der Arbeitnehmer nach der sogenannten "Benya-Formel". Sie setzt sich aus der Inflationsrate und dem Produktivitätszuwachs zusammen. Wirtschaftskammer-Chef Christoph Leitl hatte zu Monatsbeginn gemeint, dass diese Formel bereits überholt ist.
Mehr Urlaub gefordert
Neben einer spürbaren KV-Erhöhung fordern die Arbeitnehmervertreter die Einführung der Freizeitoption bei allen sechs Metallerverbänden. Bei zwei der Verbände gibt es dieses Modell bereits. Freizeitoption bedeutet, dass der Beschäftigte auf die Gehaltserhöhung verzichtet, dafür aber mehr Freizeit erhält.
Im Vorjahr erhielten die rund 180.000 Beschäftigen 2,1 Prozent mehr Lohn und Gehalt - bei einer Inflationsrate der vergangenen zwölf Monate von 1,7 Prozent.