Mit 20 Jahren Haft wegen Mordes und illegalen Waffenbesitzes (nicht rechtskräftig) endete der Prozess im Herrengassenmord in Wr. Neustadt. Seit dem Vorfall in der Partymeile wird wieder vermehrt das Thema Sicherheit diskutiert. Lokalbesitzer wie Christian Spritzendorfer setzen auf Securities.
Blutige Schlägereien, Vandalismus - die Herrengasse in Wr. Neustadt macht mit solchen Schlagzeilen immer wieder von sich reden. Am 21. Mai gipfelte die Gewalt, als der Türke Ali S. (36) seinen Landsmann Fuat G. (47) mit einem Revolver niederstreckte. Um Geld und Ehre soll es zwischen den Kontrahenten gegangen sein.
Gestern, Dienstag, wurde am Gericht das Urteil über den Besitzer eines Kebab-Lokals, der seit 1997 in Österreich lebt, gesprochen: 20 Jahre Gefängnis (noch nicht rechtskräftig).
Von wachsender Gewalt an der Herrengasse wollen die Lokalbesitzer jedoch nichts wissen. Der Mord hatte mit der Herrengasse rein gar nichts zu tun, sagt etwa Christian Spritzendorfer. Die Gastronomen würden ihr Bestes tun, um die rund 2000 Besucher pro Wochenende durch Securities, die per Funk verbunden sind, unter Kontrolle zu halten.Astrid Heinz