Hervis, einer der größten Sporthändler Österreichs, steht vor einem massiven Umbruch.
Das Unternehmen wird sich auf knapp mehr als 50 Filialen im ganzen Land verkleinern. Ziel ist es, das kriselnde Geschäft mit einer umfassenden Restrukturierung zu retten.
Der bisherige Eigentümer Spar hat sein Engagement im Sporthandel beendet. Neue Investoren versuchen nun, Hervis mit einer radikalen Schrumpfkur aus den roten Zahlen zu holen. Wie der "Standard" berichtet, ist noch unklar, wann das Unternehmen wieder Gewinne schreiben kann.
In den vergangenen Jahren kämpfte Hervis mit großen Schwierigkeiten. Zwischen 2020 und 2024 summierten sich die Verluste auf rund 160 Millionen Euro.
Das Geschäftsmodell mit schnellem Wachstum, Preiskämpfen und dem Versuch, sowohl im Online-Handel als auch in kleinen Städten Fuß zu fassen, war nicht erfolgreich.
Hervis-Chef Markus Hupach erklärt: "Das alte Geschäftsmodell war defizitär und nicht nachhaltig." Bereits geschlossen wurden 2026 laut Firmenangaben die Standorte Salzburg (SAM Outlet) und Baden. Im Laufe des Jahres 2026 schließen die Filialen Q19 in Wien, Bischofshofen, Salzburg Forum, Hallein, Reutte, Kitzbühel, Lienz, Feldkirchen, Deutschlandsberg, Leoben, Liezen, Perg, Steyr, Wels und Linz (Lentia).
Wie es für die verbleibenden Standorte und die Mitarbeitenden weitergeht, bleibt offen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Sanierung gelingt.