Herwig Zens, Künstler und Professor, ist tot

Herwig Zens im Juni 2019
Herwig Zens im Juni 2019Bild: Wikipedia/Wolfgang Glock
Wiens Bürgermeister nennt ihn einen " der wichtigsten bildenden Künstler der Gegenwart": Herwig Zens ist mit 76 gestorben.

Kokoschka-Schüler, Goya-Verehrer, Professor an der Universität der Bildenden Künste: Erst im Juni 2018 bekam Herwig Zens den Goldenen Rathausmann verliehen.

Herwig Zens wurde 1943 in Himberg bei Wien geboren. Schon als Einjähriger soll er, als er krank im Bett lag, nach einem "Bi", einem Bleistift, verlangt haben. Ab 1961 studierte Zens an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Schon ein Jahr später besuchte er die "Schule des Sehens" von Oskar Kokoschka in Salzburg.

Nach einer ersten Reise nach Spanien, wo er sich mit den "Pinturas Negras" von Francisco de Goya auseinandersetzte, schloss er 1966 die Lehramtsprüfung für Bildnerische Erziehung, Geschichte und Werkerziehung ab. Das Diplom der Malerei bei Professor Franz Elsner folgte 1967. Neben seiner Lehrtätigkeit an verschiedenen Wiener Gymnasien startete Zens 1984 die Aktion „Goya-Projektionen", die ihren Abschluss 1993 im Museum moderner Kunst in Bilbao fand.

1987 übernahm er eine Professur an der Akademie der bildenden Künste in Wien (bis 2006).

"Herwig Zens war einer der ganz großen bildenden Künstler unserer Zeit und für mich persönlich einer der wichtigsten der Gegenwart", trauert auch Wiens Bürgermeister Michael Ludwig. "Wenn es einen Künstler gibt, bei dem die beiden Begriffe Kunst und Bildung verschmelzen, dann ist es Herwig Zens. Unser ganzes Mitgefühl gilt seiner Frau und seinen Hinterbliebenen."

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