Österreich

Blinder Kater konnte nur noch im Kreis gehen

Osterdrama um einen schwarzen Kater in Altheim (Bez. Braunau): Trotz schwerer Augenentzündung ließ eine Halterin den Vierbeiner einfach erblinden.
Heute Redaktion
13.09.2021, 17:10

Bei dieser Geschichte müssen Tierfreunde jetzt ganz stark sein. Denn in Altheim ging ein schwarzer Kater in den vergangenen Monaten regelrecht durch die Hölle. Der negative Höhepunkt des Dramas erfolgte zu Ostern, als der Vierbeiner einfach hilflos seinem Schicksal überlassen wurde.

Zu diesem Zeitpunkt war der Kater aufgrund einer schlimmen, unbehandelten Augeninfektion bereits erblindet. Das arme Tier bewegte sich nur noch im Kreis. Als es Passanten fanden, bewegte es nur den Kopf hin und her. Sie waren es auch, die das Fellbündel zur Pfotenhilfe Lochen (Bez. Braunau) brachten.

Dort folgte die erschütternde Diagnose: Das Tier hat eine stark fortgeschrittene Augenentzündung. In Verbindung mit dem stark überhöhten Augendruck mussten beide Augen entfernt werden.

Welche unglaublichen Qualen das Tier erlitten haben musste, beweist die Tatsache, dass der Augapfel durch die starke Entzündung bereits herauszufallen zu drohte. Zudem stellte der Tierarzt Blutarmut, Abmagerung und Verstopfung fest.

Kater nach bekanntem Krieger aus Film benannt



Auf dem Tierschutzhof Pfotenhilfe wird der Vierbeiner jetzt gesund gepflegt. Von den Mitarbeitern erhielt er den Namen "Lemalian" – benannt nach dem Krieger aus dem Film "Die Weiße Massai". Eben weil er so ein tapferer Kämpfer ist.

Die Hintergrundgeschichte sorgt für Entsetzen. Denn laut Pfotenhilfe hat die Tierärztin den Kater im Herbst 2018 schon einmal wegen der Augenentzündung behandelt. Als sich die Halterin wieder meldete, wurde das Tier gesund gepflegt und an sie zurückgegeben.

Pfotenhilfe-Geschäftsführerin ist fassungslos



"Über ein halbes Jahr später wurde der arme Kater nun blind und völlig hilflos gefunden, weil die Halterin ihn trotz seiner schweren Krankheit nicht behandeln ließ, bis es zu spät war, obwohl sie sogar nahe der Klinik wohnt! Jetzt will sie ihn nicht mehr haben", ist Johann Stadler, Geschäftsführerin der Pfotenhilfe Lochen, entsetzt.

Bleibt nur zu hoffen, dass "Lemalian" seinen Lebensabend nun bei liebevolleren Besitzern verbringen darf.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

(mip)