Die Angestellte wollte am Einkaufssamstag auf der Mariahilfer Straße mit Mann und sieben Monate altem Baby in die U3 einsteigen. Sie war schon mit einem Rad des Kinderwagens im Zug, doch man ließ sie nicht einsteigen. "Nach der vierten vollen U-Bahn habe ich es aufgegeben", erzählt die Mutter enttäuscht. "Ich bin sonst immer zu Fuß unterwegs, aber es fing an zu dämmern und meine Kleine wurde unruhig. Ich wollte auf schnellstem Weg nach Hause."
Auch die Busse waren überfüllt, das Baby weinte, Mina musste ein Taxi nehmen. Die Öffi-Fahrkarten hatte sie aber bereits gelöst und will die Kosten dafür ersetzt bekommen. "Es geht mir nicht ums Geld, sondern ums Prinzip. Ich habe die bezahlte Leistung nicht erhalten", erklärt sie verärgert.
Die Wiener Linien lehnten Minas Bitte ab. In einem knappen Mail erklärte man ihr, die Leistung bestehe nicht in der Beförderung. Man könne den Kinderwagen nur mitführen, "wenn ausreichend Platz vorhanden ist". Mina geht jetzt wieder zu Fuß: "Das ist wenigstens gut für die Figur."