Trainer-Beben in Wien! Am Mittwoch trennte sich Rapid von Didi Kühbauer. Nach mehr als drei Jahren endete die Zusammenarbeit nach der sechsten Saisonniederlage, einem empfindlichen 1:4 in Wolfsberg.
Wer wird sein Nachfolger in Hütteldorf? Einer der ersten Namen, die hinter vorgehaltener Hand genannt werden, ist Andreas Herzog. Der Ex-Rapidler und ÖFB-Rekordspieler ist aktuell Trainer bei der Admira – seine erste Station als Klub-Chefcoach.
In Talk1 verrät der 53-Jährige im ORF: "Von Rapid hat es noch keinen Anruf gegeben", und fügt an: "Ich bin aber auch bei der Admira sehr, sehr glücklich."
Über den entlassenen Kühbauer sagt Herzog: "Ich habe mit dem Didi jahrelang in der Nationalmannschaft gespielt. Es ist eine bittere Angelegenheit, dass er da leider nicht weitermachen darf."
Auch im ÖFB sitzt Teamchef Franco Foda nicht mehr fest im Sattel. Der Deutsche braucht wohl zwei Siege in der WM-Quali, um noch eine Chance auf den Verbleib zu haben. Er hatte sich gegen Herzog im Rennen um den Posten durchgesetzt.
Am Freitag könnte Foda gegen Herzogs Ex-Arbeitgeber Israel sein vorletztes Spiel als Teamchef absolvieren.
Herzog erinnert sich an jenes Gespräch, in dem ihm mitgeteilt wurde, dass Foda an seiner Stelle das Nationalteam übernehmen werde: "Ich bin in einen Raum gekommen wo Präsident Windtner und Willi Ruttensteiner gesessen sind. Ich hatte eine freudige Erwartung und dann sagen sie mir: Willst du weiter Assistent bleiben im Nationalteam? Ich habe gesagt: 'Nein'. Okay, dann wirst du U16-Nationaltrainer. Das hat mich schon sehr geschockt. Aber ich bin der Typ, der dann kurz sehr emotional ist, aber nach drei Tagen ist alles wieder vergessen. Dann kann ich auch mit diesen Leuten wieder ganz normal reden und an einem Tisch sitzen."
Wieder der Nachsatz: "Und wie gesagt, ich bin sehr glücklich gerade mit meinem Job bei der Admira."
Herzog vermeidet es also zumindest öffentlich, sich für einen der beiden begehrten Jobs in Stellung zu bringen. Mit der Admira liegt er nach 14 Runden auf Bundesliga-Rang neun.