Die Prognose des Innenministeriums ist düster. Grundsätzlich werde der Anstieg des Suchtmittel-Konsums in OÖ weiter erwartet. Hotspots sind (und bleiben?) in Linz der Hessenplatz und das Kremplhochhaus.
Der Hessenpark sieht morgens aus, als hätte ein Wirbelsturm durchgefegt. Überall umgeworfene Mülltonnen, leere Flaschen liegen am Boden, Dreck. Wir sehen, was Alkoholiker und Drogen-Junkies liegen lassen.
Zusammen mit dem Kremplhochhaus ist der Hessenplatz DER Drogen-Hotspot in Linz. Und laut neuestem Suchtmittel-Bericht des Innenministeriums dürft's auch nicht besser werden: "In Linz ist ein überhandnehmender Anstieg beim Konsum von Gamma-Butyrolacton ("Party-Droge", die aufputscht; Anm.) erkennbar", steht im Bericht.
Und auch, dass sich den Drogenverkauf in Linz zwei ausländische Tätergruppen aufteilen: "Speziell in Linz ist unter den Tätergruppen eine starke Tendenz zur Revierbildung zu erkennen. So beanspruchen Staatsangehörige aus Afghanistan den Hessenplatz, wogegen den Bereich um das Kremplhochhaus Täter aus dem afrikanischen Kulturerdteil besetzen."
Generell sind Drogendelikte in Oberösterreich massiv angestiegen: Gab es vor zehn Jahren, 2006, gut 3.200 Anzeigen wegen Verstößen gegen das Suchtmittelgesetz, so waren es im Vorjahr schon mehr als 5.100. Importiert werden die Suchtmittel hauptsächlich aus Tschechien, Ungarn und den Niederlanden. "Über dominikanische Gruppierungen erfolgt aber auch ein Direktimport von Kokain aus Südamerika", so der Bericht.