Wirtschaft

Heta-Bank: Gläubigern sind 1,2 Mrd. Euro zu wenig

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:45

Die Quote für den Rückkauf der Haftungen für die Kärntner Heta-Bank beträgt 75 Prozent. Kärnten würde 1,2 Mrd. Euro an die Gläubiger zahlen. "Die Grenze des Machbaren", sagte Finanzreferentin Gaby Schaunig (SPÖ). Die Gläubiger lehnen aber das Angebot ab. Jetzt droht Kärnten die Insolvenz!

Die Quote für den Rückkauf der Haftungen für die Kärntner Heta-Bank beträgt 75 Prozent. Kärnten würde 1,2 Mrd. Euro an die Gläubiger zahlen. "Die Grenze des Machbaren", sagte Finanzreferentin Gaby Schaunig (SPÖ). Die Gläubiger lehnen aber das Angebot ab. Jetzt droht Kärnten die Insolvenz!

Der Beitrag des Landes beträgt 1,2 Milliarden. Er wird über einen Kredit beim Bund finanziert. Bis 11. März haben die Gläubiger  - internationale Banken und Anleger - Zeit, über das Angebot zu entscheiden.

Aber die Investoren rund um die deutsche Commerzbank (sie besitzen fast die Hälfte aller Heta-Anleihen und damit die Sperrmiorität) lehnen das Rückkauf-Angebot ab.

Sie wollen nur ein Offert annehmen, das ihre Bedürfnisse abdeckt. Wenn sie nur 75 Prozent des Anleihen-Wertes bekommen, dann verzichten sie auf ein Viertel ihrer Forderungen. Die Investoren glauben vor allem nicht, dass Kärntens Zahlungsfähigkeit mit den angebotetnen 1,2 Mrd. Euro ausgeschöpft ist.

Damit will Kärnten mit Hilfe des Bundes endgültig seine Milliardenhaftungen bei der ehemaligen Landesbank loswerden. Zu zwei Dritteln müssen die Gläubiger dem Angebot zustimmen, Nur dann geht der Rückkauf über die Bühne. Die Gespräche gehen aber weiter.

Eine Insolvenz kann, wenn überhaupt, aber erst dann eintreten, wenn die Gläubiger ihr Geld bei der Heta erfolglos eingefordert haben.

 

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