Hetzjagd auf russische Punk-Girls - Haft droht

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Nach einer regierungskritischen Performance im Heiligtum der russisch-orthodoxen Kirche wird eine Haftstrafe für drei junge Frauen immer wahrscheinlicher. Patriarch Kirill, der den gewählten Präsidenten Wladimir Putin unterstützt, kritisierte die "Entweihung" der Kathedrale in Moskau scharf.

Nach einer regierungskritischen Performance im Heiligtum der russisch-orthodoxen Kirche wird eine Haftstrafe für drei junge Frauen immer wahrscheinlicher. Patriarch Kirill, der den gewählten Präsidenten Wladimir Putin unterstützt, kritisierte die "Entweihung" der Kathedrale in Moskau scharf.

Das "Punk-Gebet" habe jeden Gläubigen schmerzhaft verletzt, sagte das Kirchenoberhaupt in seinem ersten öffentlichen Kommentar nach Medienangaben am Sonntag. Die Frauen-Punkband Pussy Riot wollte mit der schrillen Aktion auf dem Altar der Christi-Erlöser-Kathedrale vor der Präsidentenwahl am 4. März auf die enge Verbindung zwischen Politik und Kirche in Russland aufmerksam machen.

Wladimir Putin hatte nach Angaben seines Sprechers "negativ" auf die Performance reagiert. In dem "Punk-Gebet" hatten die mit Strickmützen maskierten Frauen unter anderem gerufen: "Heilige Mutter, gesegnete Jungfrau, vertreibe Putin".

Es gebe keine Zukunft, wenn solche Aktionen als angemessener politischer Protest oder Scherz angesehen würden, sagte Kirill. Weit mehr als 2000 Gläubige hatten das Kirchenoberhaupt zuvor in einem offenen Brief aufgefordert, sich für ein Ende der "Hetzjagd" auf die Verhafteten einzusetzen.

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