Heuer 27 Frauenmorde – Jetzt kommen Gewaltambulanzen

Mini-Ministerrat: Karner, Zadić, Raab, Rauch (von links)
Mini-Ministerrat: Karner, Zadić, Raab, Rauch (von links)Denise Auer
Die Zahl der Femizide ist auch heuer mit bisher 27 extrem hoch. Vier Minister rückten aus, um Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen zu präsentieren.

Jede dritte Frau in Österreich hat bereits Erfahrung mit physischer oder psychischer Gewalt gemacht. Gleich vier Ministerinnen und Minister rückten nach dem Gewaltschutzgipfel aus, um zu erklären, was die Regierung dagegen zu tun gedenkt. Frauenministerin Raab betonte, dass laut einer Studie im Auftrag der Regierung 40 Prozent der Frauenmorde von Tätern mit Migrationshintergrund begangen würden. "Hier gibt es Handlungsbedarf im Integrationsbereich", so Raab, die vor "falsch verstandener Toleranz" warnte.

Justizministerin Zadić wiederum ist die Verurteilungsrate bei Gewaltdelikten gegen Frauen und Kinder zu gering. Daher sollen "Gewaltambulanzen" eingeführt werden. In diesen werden Verletzungen nach Gewalt dokumentiert und Spuren gesichert, die dann in Gerichtsverfahren als Beweise verwendet werden können. Zadić hofft, dass sich die Verurteilungsrate dadurch verdoppelt. Heuer gab es schon mehr als 13.300 Betretungs- und Annäherungsverbote, 10.000 Gefährder mussten zur Gewaltprävention.

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