Wirtschaft

Heuer schnorren die Österreicher zu Weihnachten

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:43

Die österreichischen Christkindln und Weihnachtsmänner behalten sich heuer ihr Geld lieber selbst, statt es zu verschenken. Wenn etwas unterm Christbaum liegt, ist das wahrscheinlich ein Buch oder Kleidung. Gutscheine und Geld wurden im Vorjahr mehr verschenkt.

Um sieben Prozent werden die Österreicher heuer weniger Geld für Geschenke ausgeben, als noch im letzten Jahr. Im Schnitt werden wir 277 Euro für Weihnachtsüberraschungen investieren. Männer sind besonders knausrig, vor allem, wenn sie zwischen 39 und 45 sind.

Österreicher sind sparsam, Deutsche sparsamer

Das Beratungsunternehmen Ernst & Young hat ermittelt, dass Österreicher heuer zwar mehr auf ihr Geldbörsl als auf ihre Lieben schauen, die Deutschen zeigen sich allerdings noch sparsamer. Um 64 Euro weniger als wir wollen unsere Nachbarn investieren.

46 bis 55-Jährige zeigen sich spendabel

Die Einzigen, die in Zeiten der Wirtschaftskrise nicht auf ihre Ausgaben aufpassen müssen, sind  46 bis 55-Jährige. Diese Altersgruppe kann es sich leisten in diesem Jahr sogar mehr als im Vorjahr auszugeben.

Handel macht weniger Umsatz

Für den Handel bedeutet das Umsatzrückgänge im laufenden Jahr. Das Weihnachtsgeschäft macht einen großen Teil des Jahresumsatzes aus. Heuer schauen viele Geschäfte im Dezember durch die Finger. Am schmerzhaftesten ist, dass die 39 bis 45-Jährigen, die sich traditionell spendabel zeigen, dieses Jahr ihr Geld nicht aus der Hand geben wollen.

Online-Händler werden sich über mehr Umsatz freuen können, während der Fachhandel von den Geschenke-Jägern links liegen gelassen wird.

Buch wird immer beliebter als Geschenk

Immer mehr Leute greifen zum Buch. Es war auch bisher das beliebteste Geschenk Österreichs. 34 Euro investiert laut Studie jeder für den Lesestoff. Voriges Jahr waren es nur 29. Aktuell wollen 64 Prozent der Käufer ihre Lieben mit dem Geschriebenen Wort beglücken. Die Chance ein besonderes Schmankerl zu finden, bietet sich vom 10. bis 13. November auf der Wiener Buchwoche. . 

Kleidung schlägt Geld

Immer weniger werden hingegen die Einfallslosen, die Geld und Gutscheine verteilen. Nur noch jeder Zweite weiß zu Weihnachten nichts Besseres. Wenn man schon weniger springen lässt, dann soll es zumindest persönlich sein. Deshalb verschenken mehr Leute Kleidung.

Vollkommen außerhalb des Trends ist, wer Verwandte und Freunde mit Sportartikeln oder Gesundheitsprodukten beglückt.

Immer mehr Geizhälse und Big Spender

Die Gruppe der besonders Sparsamen, die nicht mehr als 100 Euro investieren können macht ein Fünftel aller Kaufwilligen aus. Allerdings gibt es auch immer mehr, die besonders viel ausgeben. Vier Prozent wollen mehr als 1000 Euro in Geschenken anlegen. Im Vorjahr waren es nur zwei Prozent.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen