Heumarkt-Streit: FPÖ fordert jetzt Neuwahl

FP-Vizebürgermeister Johann Gudenus.
FP-Vizebürgermeister Johann Gudenus.Bild: Heute

Die Opposition schießt sich auf Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou ein. Die FPÖ fordert Neuwahl, die VP will als Koalitionspartner statt den Grünen einspringen.

Der parteiinterne Streit bei den Wiener Grünen rund um die Neugestaltung des Heumarkt-Areals zeige, wie tief die Gräben beim kleinen Koalitionspartner bereits sind, meint FPÖ-Vizebürgermeister Johann Gudenus. Vassilakou sei "angezählt". Die Blauen rechnen sich Chancen aus und fordern Neuwahlen. "Anders wird es in Wien nicht mehr gehen", ist Gudenus überzeugt.

VP bereit für neue Koalition

"Rot-Grün befindet sich mit der laufenden internen Selbstzerfleischung am Höhepunkt ihrer Dauerkrise", attestiert VP-Wien-Chef Gernot Blümel. Die Causa Heumarkt sei der aktuelle Höhepunkt der rot-grünen Zwangsehe. "Es ist unverständlich, warum es die Stadtregierung nicht schafft, Stadtentwicklung und Weltkulturerbe unter einen Hut zu bringen. Es kann schließlich nicht sein, dass man das Weltkulturerbe einfach im Vorbeigehen abschafft", so Blümel. "Um das Leiden Wiens unter Rot-Grün zu beenden, sind wir jedenfalls bereit, in Koalitionsverhandlungen einzutreten", so der Wiener VP-Chef.

Neos: "Willen der Basis ignoriert"

Auch die Neos sparen nicht mit Kritik: "Rot-Grün will Bürger nicht in die Entscheidung über das Weltkulturerbe einbinden und ignoriert auch noch den Willen der Basis", schimpft die Wiener Neos-Klubobfrau Beate Meinl-Reisinger. "Mit der heutigen 'Lösung' der Heumarkt-Causa sind die Grünen nun endgültig in der ganz alten Politik angekommen." Die Chance auf einen "innovativen Beteiligungsprozess" sei vergeben worden.

(pet)

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