Das Thermometer klettert an diesem Tag auf mehr als 25 Grad. Beim Abstieg zur Baustelle in 20 Metern Tiefe steigt die gefühlte Temperatur mit jedem Schritt weiter an. Den unter der Station Reumannplatz werkenden Arbeitern merkt man das aber nicht an.
Mit staubverschmutzten Gesichtern sind sie gerade dabei, sieben Kilometer Traktionskabel zu verlegen und 25 Tonnen Schaltanlagen einzubauen. Dabei bestätigen sie, was augenscheinlich ist: "Unser Job ist nicht einfach!" "Die Arbeiten liegen voll im Plan", erklärt Projektleiter Christian Nebois. Seit 25 Tagen sind insgesamt 300 Arbeiter zwischen Reumann- und Schwedenplatz im Dauereinsatz.
Nicht weniger als 100 Millionen Euro nehmen die Wiener Linien für die Modernisierungsarbeiten in die Hand. Und am Ende des Tunnels ist bereits Licht zu sehen: In 24 Tagen wird die Sperre aufgehoben und die Garnituren fahren wieder wie gewohnt.
Barbara Jandl