Hier wird Corona-Ampel heute auf Gelb geschalten

Nehammer, Kogler, Kurz und Anschober wollen heute die Verschärfungen präsentieren.
Nehammer, Kogler, Kurz und Anschober wollen heute die Verschärfungen präsentieren.HELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com
Die Würfel sind gefallen: Bei der Präsentation der Corona-Ampel am morgigen Freitag werden ein Bezirk und drei Großstädte auf Gelb geschalten.

Es war ein zähes Ringen im Gesundheitsministerium, nun gibt es aber ein Ergebnis: Wie ein Mitglied aus der Kommission "Heute" verriet, werden bei der ersten Schaltung der neuen Corona-Ampel am Freitag drei Großsstädte und ein Tiroler Bezirk auf Gelb geschalten. Alle anderen Bezirke leuchten auf der Landkarte vorerst grün auf.

Welche Konsequenzen dies für die betroffenen Teile des Landes hat – und welche Maßnahmen dort nun ergriffen werden – möchte die Bundesregierung am Freitag um 9.30 Uhr in einer Pressekonferenz bekanntgeben. Das "virologische Quartett" – Kurz, Kogler, Anschober, Nehammer – wird aus dem Kongresssaal des Bundeskanzleramtes aus zur Bevölkerung sprechen.

Hier wird Corona-Ampel gelb

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Kein automatischer Lockdown

Wie Gesundheitsminister Rudi Anschober (Grüne) am Dienstag erklärte, will man sich bei der Risiko-Analyse nicht nur auf die Infektionszahlen konzentrieren. Stattdessen sollen auch die Zahl der Testungen, das Cluster-Management und das Gesundheitssystem bewertet und einbezogen werden. "Wir wollen uns auf eine breite Basis stellen", so der Minister. Man dürfe nicht erwarten, dass am Freitag gleich vielerorts die höchste Alarmstufe ausgerufen werde. Und: Auch wenn die Ampel in einer Region auf Rot steht, komme es nicht gleich zu einem neuen Lockdown.

Das heißt natürlich nicht, dass es keine Maßnahmen gibt, erklärte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Mittwoch: "Wenn die Ampel von Grün auf Gelb oder von Gelb auf Orange wechselt, ist eine Einschränkung von Veranstaltungen in Lokalen eine potentielle Maßnahme." Auch Maßnahmen zur stärkeren Verpflichtung zur Maske bis hin zur Einschränkung sozialer Kontakte seien möglich. Aber: Wie "Heute" erfuhr, sollen Maßnahmen erst eine Woche nach der Einstufung auf der Ampel eingeführt werden. Grund sollen die erforderlichen Verordnungen sein. Heißt im Klartext: In Wien und den anderen "gelben" Bezirken dürfte am Freitag erst einmmal nichts passieren, sondern erst voraussichtlich am 11. September.

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