Die Verhandlungen über das Innviertel versprechen heiße Dikussionen im Lenkungsausschuss zur Spitalsreform: 40.000 Unterschriften gegen die Reform, 6000 Stimmen von Spitalsreform-Kritikern auf Facebook und ein angekündigter Protestmarsch am 9. Juni zum Linzer Landhaus spielen die Begleitmusik dazu.
Ein rauer Wind weht Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) bei den heutigen Verhandlungen zur Spitalsreform entgegen: Nicht nur bei Spitalsträgern und Krankenhauspersonal, auch innerhalb der Bevölkerung regt sich Widerstand gegen die geplante Streichung von 105 Betten und den daraus resultierenden Einschnitten in den Spitälern Ried, Braunau und Schärding. Schon am Karfreitag gingen deswegen 250 Menschen auf die Straße.
11,7 Millionen Euro sollen im Innviertel eigespart werden – das sind 10 Prozent des Kostendämpfungspotenzials. Pühringer: „Damit wird im Innviertel weniger gespart als in Regionen wie Linz, Wels oder Steyr.“
Verhandlungen mit dem Linzer AKh stehen heute ebenfalls auf der Tagesordnung. Deren Vertreter, Heinz Brock, stimmte in der Expertenkommission als Einziger gegen die derzeitige Form der Spitalsreform.
Christian Hartl