"Heute" baut das LEGO NASA Discovery Space Shuttle

Seit Kurzem ist das LEGO NASA Discovery Space Shuttle zu haben. "Heute" hat sich an den Bau des 2.354-Teile-Giganten gemacht. Ein außerirdischer Spaß!

Zehn Jahre ist es her, dass das Space Shuttle Discovery seine letzte Landung absolvierte, mit 39 Flügen ist es das am meisten benutzte Raumflugzeug. Zeit, seine Ära wieder aufleben zu lassen. LEGO macht dies mit dem beeindruckend großen Modell LEGO NASA Discovery Space Shuttle, das sich an erfahrene LEGO-Bauer ab einem Alter von 18 Jahren richtet. 2.354 Teile hat LEGO in den schwarzen Karton gepackt, neben der Discovery ist auch das Hubble-Teleskop enthalten.

Die Größenmaße betragen 22 x 35 x 55 Zentimeter, für das Modell braucht man also etwas Platz, um es aufstellen zu können. Neben 17 verschiedenen Baustein-Päckchen finden sich im Karton auch ein größerer Beutel mit den Hüllen-Schalen des Shuttles sowie zwei Stickerbögen mit den aufzuklebenden Hüllen-Spiegelflächen sowie den NASA-Logos und den Schilder-Beschreibungen des Teleskops und des Shuttles. Beide Modelle besitzen nämlich auch kleine Stand-Schilder, auf denen die Daten der Objekte vermerkt sind.

Nicht an den Details gespart

Der Preis des Sets ist mit 180 Euro angesetzt, was viel Geld ist, dem exklusiven Modell aber gerecht wird. Dick ist die Bau-Anleitung mit 320 Seiten ausgefallen. Darin sind auch historische Bilder und Infos zu den Objekten zu finden. Ebenso weist der eigentliche Bauabschnitt immer wieder kleine Hinweise zu Besonderheiten des Teleskops und des Shuttles auf. Was sich schnell zeigt: Trotz der Größe des Shuttles wurde an den Details nicht gespart. Von Start- und Lande-Rollen über die Triebwerke bis hin zum sich öffnenden Innenraum samt Montagemöglichkeit des Teleskops ist an alles gedacht.

Der Tank und die Booster der Discovery wurden ausgespart, verständlich bei der erforderlichen Größe dafür. Auch Minifiguren gibt es keine, sie hätten dem beeindruckenden Modell aber sowieso nur einen unpassenden "Spielzeug-Touch" gegeben. Das Größenverhältnis der Discovery beträgt laut Anleitung in etwa 1:70. Auffällig: Bei seiner Weltraum-Serie behält LEGO also keinen einheitlichen Maßstab bei, denn frühere Modelle zeigten ein Verhältnis von etwa 1:100. Ein kleiner Kritikpunkt: Da die Anleitung in der Seitenfarbe Schwarz gehalten ist, gibt es, selten aber doch, leichte Erkennungsschwierigkeiten schwarzer Bauteile.

Sehr stabile und schöne Konstruktion

Der Zusammenbau selbst ist für Hobby-Bauer für Tage und Wochen ausgelegt. Am Stück wird man wohl rund zehn bis zwölf Stunden beschäftigt sein. Die einzelnen Baustein-Pakete lassen sich dabei gut für Bau-Sessions mit je 20 bis 30 Minuten Bauzeit verwenden. Der Anfang ist dabei schnell gemacht: Zuerst wird das Grundgerüst des Hubble-Teleskops montiert. Besonderheit: Hat man das eher leicht zu bauende Teleskop fertig, spannt man noch mit Fingerspitzengefühl die Solarpanele auf die Trägerkonstruktion. Panele sowie Verschlussklappe sind schwenk- beziehungsweise ausklappbar.

Sehr schön gemacht: Sowohl für das Teleskop, als auch für das Shuttle gibt es nicht nur die anfangs erwähnten Beschreibungs-Aufsteller (die selbst zusammengebaut und mit Stickern beklebt werden müssen), sondern auch Standfüße, auf denen die Objekte sicher platziert werden können, um sie später ins Regal zu stellen. Das ist schick und macht ganz schön was her! Nach dem Teleskop wird das Shuttle in Angriff genommen, wobei sich der Hauptteil der Bauzeit und die Grundfläche des Raumfahrzeugs dreht. Die wird nämlich mehrmals übereinander montiert, was sie trotz der Größe sehr stabil und leicht anfassbar macht, ohne dass sich Teile davon lösen können.

Etwas kniffelige Beklebung der Teile

Bewundernswert sind die Details, die zum Ende der Bauzeit hin dem Modell spendiert werden. Von kleinen Instrumententafeln bis zu den Cockpit-Sitzen für die Mannschaft, Beleuchtungskörpern für den Innenraum und einen Greifarm für das Teleskop in der Ladebucht wurde an alles gedacht. Sowohl Leitwerke, als auch das Fahrwerk bekamen einen bedienbaren Mechanismus spendiert und sind nicht nur ein reiner Hingucker. Etwas fummelig wird es nur beim Bekleben der Spiegelflächen für die Innenseiten der Frachtraum-Klappen.

Da nämlich ist etwas Genauigkeit gefragt, denn aufgrund der Vielzahl der Sticker und der Bogenform der Klappen kann es schnell passieren, dass die Sticker entweder schief oder unterschiedlich hoch auf den Bauteilen festkleben. Die Sticker wieder zu lösen, ist dabei ohne Beschädigungen fast unmöglich. Dem Tester selbst machte das Bekleben durchaus Spaß, einige Interessierte hätten aber wohl lieber fix auf die Bauteile aufgedruckte Spiegelflächen und Logos gesehen. Top dafür: Einmal fertig gebaut, gibt es einige verschiedene Präsentationsmöglichkeiten des Kunstwerks.

Ein außerirdisch schönes LEGO-Modell

Shuttle (mit oder ohne ausgefahrenen Reifen) und Teleskop (mit oder ohne geöffneter Klappe) können entweder einfach so ins Regal gestellt werden, oder aber, man nutzt sie nebeneinander platziert auf den Standsockeln. Wer es ganz spektakulär haben will, kann die Ladebucht des Shuttles öffnen, eine zusätzliche Baustein-Konstruktion dort platzieren und mit dem Greifarm den Ausladevorgang des verbundenen Hubble-Teleskops simulieren. Super, denn so kann man auch mal die Präsentationsform ändern, wenn man das Modell umstellt oder es mal frischen Pepp in den "Showroom" bringen soll.

Viel zu meckern gibt es am Modell letztlich nicht. Zum einen wäre das die schwarze Montageanleitung, von der sich etwas deutlicher die Bauteile abheben dürften. Zum anderen sind es die vielen Aufkleber, die wohl nicht jedermanns Sache sein könnten. Abseits davon ist das LEGO NASA Discovery Space Shuttle aber ein außerirdisch schönes Modell, das mit liebevollen Details, einem langen und gewaltigen Bauspaß und tollen Präsentationsmöglichkeiten glänzt. Dass das Set so groß und detailliert ausgefallen ist und zudem auch noch das Hubble-Teleskop enthält, rechtfertigt dabei auch den hohen Preis. Immerhin bekommt man mit dem Shuttle ein Stück großartiger Raumfahrt-Geschichte ins Wohnzimmer.

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