Nächster Halt Seestadt: Die Verlängerung der Wiener U-Bahn-Linie U2 bis zum ehemaligen Flugfeld Aspern ging am Samstag in Betrieb. Der erste Zug fuhr bereits vor zwei Wochen im Zuge einer Sonderfahrt ab. "Heute.at" hat die Strecke und die Stationen am "Publikumstag" begutachtet.
Nächster Halt Seestadt: Die Verlängerung der Wiener U-Bahn-Linie U2 bis zum ehemaligen Flugfeld Aspern ging am Samstag in Betrieb. Der erste Zug fuhr bereits vor zwei Wochen im Zuge einer Sonderfahrt ab. "Heute.at" hat die Strecke und die Stationen am "Publikumstag" begutachtet. Ab sofort kann die Strecke aber auch von jedermann und - frau befahren werden.
Die U2 fährt von der jetzigen Endstelle Aspernstraße über die Stationen Hausfeldstraße und Aspern bis zur neuen Endstation Seestadt. Eine weitere Station "An den alten Schanzen" ist noch im Rohbau und wird erst bei entsrechender Entwicklung des Gebiets in Anspruch genommen.
Öffi-Ticket-Preis bleibt gleich
Investiert wurden für das 4,2 Kilometer lange Teilstück insgesamt 360 Mio. Euro, wobei Stadt und Bund jeweils die Hälfte trugen. "Doch nicht nur die U2 wurde verlängert, gleichzeitig wurden auch neue Bus-Anbindungen geschaffen. Unter anderem eine Weiterführung der Straßenbahnlinie 26 vom Kagraner Platz bis zur Hausfeldsiedlung sollen unter anderem die rund 40.000 Bewohner im Umfeld der Neubaustrecke profitieren", so Bezirksvorsteher Norbert Scheed.
"Das Öffi-Ticket wird dadurch aber nicht teurer werden", so Vizebürgermeisterin Renate Brauner.
Die Stadt erhofft sich durch den Ausbau nicht zuletzt einen Impuls für das Donaustädter Stadtentwicklungsgebiet Flugfeld Aspern, das inzwischen unter der Marke "Seestadt" firmiert. Die ersten Wohnungen werden dort im kommenden Jahr bezogen. Da es allerdings noch dauern wird, bis das Viertel einigermaßen dicht besiedelt ist, wird die U2-Verlängerung einstweilen in einer etwas abgespeckten Version geführt. So fährt bis auf Weiteres nur jeder zweite Zug von der Aspernstraße bis in die Seestadt.
Infrastrukturministerin Doris Bures,Vizebürgermeisterin Renate Brauner sowie Wiener Linien Geschäftsführer Günter Steinbauer und Bezirksvorsteher Norbert Scheed gesellten sich am Publikumstag in die U-Bahn. Bei jeder der neuen Stationen gab es eine Attraktion. Unter anderem bei Aspern Nord die Enthüllung eines Kunstwerks von Stephan Huber (siehe Video links).
U-Bahnnetz wächst
Die lila U-Bahn-Line U2 wächst jedenfalls sukzessive. Im Vorfeld der Fußball-EM wurde sie zuerst vom Schottenring bis zum Ernst-Happel-Stadion verlängert. Schon zweieinhalb Jahre später fuhr sie bereits über die Donau und damit in wichtige Siedlungsgebiete der Donaustadt - eben bis zur Aspernstraße.
" Zuletzt war jedoch auch überlegt worden, die U2 auf den Wienerberg zu führen und die Variante Gudrunstraße einer U5 zu überlassen, falls diese jemals kommen sollte.
Auch die Linie 26 wird verlängert ist dann von Floridsdorf über den Kagraner Platz bis zur U-Bahn-Station Hausfeldstraße unterwegs. Die Vorbereitungen für die große Eröffnung am Samstag ab 10 Uhr liegen bereits im Endspurt: Entlang der 26er-Strecke werden derzeit noch die neuen Haltestellen-Schilder aufgestellt.