Hier gab es österreichweit die meisten Arbeitslosen

Viele Menschen verloren aufgrund der Pandemie ihren Arbeitsplatz.
Viele Menschen verloren aufgrund der Pandemie ihren Arbeitsplatz.Tobias Steinmaurer / picturedesk.com
2020 ist die Arbeitslosigkeit in Österreich erheblich gestiegen. Allerdings gibt es starke regionale Unterschiede.

Die Corona-Krise macht sich besonders wirtschaftlich bemerkbar. Viele Menschen verloren aufgrund der Pandemie ihren Arbeitsplatz. Kaum überraschen also, dass alle österreichischen Bundesländer und alle Bezirke im Jahr 2020 mehr Arbeitslose verzeichneten als noch 2019. 

Insgesamt ist die Zahl der Arbeitslosen während des Corona-Jahrs 2020 im Vergleich zu 2019 um 108.312 Personen gestiegen. Dies entspricht einem Zuwachs von 35,9 Prozent auf insgesamt 409.639 Personen im Jahresschnitt.

Regionaler Vergleich

Allerdings gibt es bei den verzeichneten Zahlen regionale Unterschiede. In Wien stieg die Arbeitslosenquote etwa um 3,3 Prozentpunkte auf 15,1 Prozent. In Oberösterreich betrug der Zuwachs "nur" 1,7 Prozentpunkte und erhöhte sich auf 6,5 Prozent. 

 In ganz Österreich lag die Quote bei 9,9 Prozent, der Anstiegt betrug 2,6 Punkte. 

Im regionalen Vergleich ist Rohrbach (Oberösterreich) der Bezirk mit der geringsten Arbeitslosigkeit, wo sie um 1,1 Punkte auf 3,6 Prozent angestiegen ist. Im Gegensatz dazu verzeichnete Landeck (Tirol) beinahe eine Verdoppelung der Arbeitslosenquote -  hier gab es einen Anstieg von 6,2 Punkten auf 13,3 Prozent.

Stärkster relativer Zuwachs in Tirol

Zweistellige Arbeitslosenquoten im Jahresschnitt haben laut einer Aussendung der "APA" auch Graz (10,3 Prozent), Wiener Neustadt (11,6 Prozent), Neunkirchen (10,6 Prozent), Gänserndorf (10,4 Prozent), Baden (11,2 Prozent). In Kärnten sind es die Bezirke Villach und Völkermarkt (beide je 12,3 Prozent), Klagenfurt (11,5 Prozent) und Spittal (12,5 Prozent), im Burgenland Oberwart mit 10,3 Prozent.

Den stärksten relativen Zuwachs vermeldete Tirol - hier ist die Zahl der Joblosen um 77,4 Prozent auf 28.928 gestiegen. Danach folgt Salzburg mit einem Zuwachs von 58,2 Prozent (entspricht 7.393 Personen) auf 20.087 arbeitslose Menschen.

Sämtliche Werte beziehen sich auf Arbeitslosenzahlen ohne Schulungsteilnehmer und auf AMS-Bezirke.

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