Hier kannst du dein Corona-Ansteckungsrisiko berechnen

Laut den Berechnungen der Forscher macht die Maske durchaus einen Unterschied.
Laut den Berechnungen der Forscher macht die Maske durchaus einen Unterschied.iStock/aerogondo
Wie wahrscheinlich ist es, sich in einem Innenraum mit Covid-19 zu infizieren? Ein Algorithmus des Max-Planck-Instituts liefert die Antwort.

Wo ist die Gefahr am größten, sich mit Sars-CoV-2 anzustecken? Das wollen viele wissen, seitdem im Herbst die Zahl der offiziell gemeldeten Infektionsfälle wieder nach oben geschnellt ist. Wie gefährdet ist man im Büro oder im Klassenzimmer?  Eine Antwort liefern Forscher des Max-Planck-Instituts für Chemie (MPIC) in Mainz und des Cyprus Instituts auf Zypern jetzt mit einem einfachen Risikorechner, wie Netdoktor.at berichtet.

Der Rechenalgorithmus beruht auf Messdaten zur Virenlast in Aerosolen, auf der Menge der Schwebeteilchen, die Menschen abgeben und dem Verhalten der Partikel in geschlossenen Räumen. Dabei werden verschiedene Parameter wie Raumgröße, Personenzahl und Dauer des Aufenthaltes berücksichtigt.

Das Risiko selbst berechnen

Die Berechnung selbst erfolgt über eine Eingabemaske auf der Homepage des Max-Planck-Instituts für Chemie: Hier geht's zum Risikokalkulator.

Der Algorithmus errechnet in der Folge unter der Annahme einer hochinfektiösen Person im Raum die Übertragungswahrscheinlichkeit für die vom Nutzer festgelegten Szenarien – für einen selbst, aber auch für alle anderen im Raum anwesenden Personen. "Wir möchten einen Beitrag leisten, damit zum Beispiel eine Schule oder ein Geschäft selbst ausrechnen kann, wie hoch das Infektionsrisiko in den Räumen ist und wie effektiv welche Sicherheitsmaßnahme ist," erklärt Jos Lelieveld, Direktor am MPIC und Erstautor der in der Fachzeitschrift "International Journal of Environmental Research and Public Health" veröffentlichten Studie.

Keine Garantie

Eine große Unsicherheit sei dabei allerdings die Anzahl an Viren in den Aerosolen. Sie könne sich stark unterscheiden. Auch berücksichtige das Modell nicht das Risiko, sich durch größere Tröpfchen anzustecken, wenn man mit einem Virusträger auf kurze Distanz Kontakt habe. "Der Ansatz kann vielmehr die AHA-L-Regeln ergänzen", heißt es. Die Buchstaben stehen für Abstand, Hygiene, Alltagsmaske und regelmäßiges Lüften.

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