In Hamburg killt Billigmode den Altkleider-Container

40 Prozent der gekauften Ware wird einmal oder gar nicht getragen, bevor es aussortiert wird. Die Müllberge sind enorm.
40 Prozent der gekauften Ware wird einmal oder gar nicht getragen, bevor es aussortiert wird. Die Müllberge sind enorm.iStock
Weil Billigmode so schlecht produziert wird, dass sie nicht mehr weiterverkauft werden kann: Hamburg baut seine 120 Altkleider-Container ab.

Wenn das T-Shirt schon nach dem ersten Waschgang "zerfällt" oder der Jeans-Zipp sich nach wenigen Malen tragen ins Jenseits verabschiedet, ist meist Fast Fashion und die Produktionsweise daran Schuld. Der Modemarkt bewegt sich seit Jahren ins Dumping-Feld. "Billiger, billiger!" hat aber auch seinen Preis - vor allem für die Umwelt. 

Müllberge im Secondhand-Himmel? 

Fast die Hälfte der gekauften Ware wird fast oder gar nicht getragen und wandert vom Einkaufssackerl direkt in die Tonne. Der Rest wird im Durchschnitt dann nur mehr vier mal getragen. Die Berge an Altkleidern in den Tonnen sind damit vorprogrammiert. Waren Altkleider früher ein florierendes Geschäft, wird es durch die mangelnde Qualität unrentabel. Vieles ist nicht einmal mehr nach dem Recycling als Putztuch geeignet.

Die deutsche Großstadt Hamburg zieht die Notbremse und baut ihre Altkleider-Container ab. Wer etwas in Zukunft loswerden möchte, soll es auf die Deponie bringen oder in den Secondhand-Store.

Restmüll im falschen Container

Ein weiteres Problem ist auch, dass immer mehr Stadtbewohner den Altkleider-Container als Restmülltonne missbrauchen. Die Kleidung wird dabei verschmutzt und kann nicht mehr verwendet werden, so Kay Goetze von der Stadt Hamburg gegenüber dem "Spiegel". 

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