Erstaunte Gesichter vor dem Lentos in Linz. Ein Pavillon geht vor dem Kunstmuseum alleine auf und ab. Was es damit auf sich hat? "Heute" klärt auf.
Von Weitem schaut es aus als würde ein Geist vor dem Lentos schweben. Bei näherer Betrachtung könnte man meinen, es ist eine Riesen-Spinne, die, auf ihren acht Beinen, auf und ab geht.
Was man auf dem Instagram-Video des Kunstmuseum Lentos aber tatsächlich sieht ist ein gehender Pavillon (Video siehe unten).
Dass der Pavillon tut was er tut – nämlich gehen – dafür hat der Kunststudent Michael Dorfer gesorgt. Er studiert im 6. Semester Raum und DesignStrategie an der Kunstuni Linz. Im Rahmen seines Jahresabschlussprojektes hat der 33-Jährige aus Seitenstetten (Bez. Amstetten) versinnbildlicht ein gehendes Haus gebastelt.
Der Pavillon wird über Fernsteuerung bedient, nur so kann er bewegt werden. Denn noch hat der Prototyp kein eigenes Roboter-Gehirn, erklärt Dorfer im Gespräch mit "Heute".
Wie die Idee entstanden ist? Aufgabe war es unter dem Thema "Baywatch" Strategien zu entwickeln die Menschen Helfen sich und ihr Hab und Gut bei Überflutung in Sicherheit zu bringen. Ein Haus, das sich selbstständig wegbewegt wäre nicht umsetzbar gewesen, ein gehender Pavillon aber schon.
Außerdem hat Dorfer zuvor an der FH Wels Maschinenbau studiert. In seinem Projekt wollte er Technik und abstrakte Kunst vereinen. UND: vor allem zum Nachdenken anregen. Geschafft und gelungen würden wir sagen. Aber urteilen Sie selbst.
Die Studienkollegen von Michael Dorfer präsentieren nur mehr bis heute, Dienstag, ihre Abschlussarbeiten. Noch zu sehen ist außerdem eine andere schöne Spielerei: Eine Wasserpumpe, die wie eine Wippe betätigt wird. Ist das die Zukunft des Rasensprengens?
(cru)