Er wollte Rachegott spielen und wurde zum Teufel von Graz: Mit starrem Blick und irrem Tempo raste Alen R. durch die Stadt. Drei Menschen starben, 34 weitere wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt. Ein Foto zeigt ihn am Steuer des Todewagens.
Er wollte Rachegott spielen und wurde zum Teufel von Graz: Mit . Drei Menschen starben, 34 weitere wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt. Ein Foto zeigt ihn am Steuer des Todewagens.
Dieses Bild von einer Überwachungskamera ist ein Dokument des Grauens: Der bärtige Amokfahrer Alen R. (26) saß – bekleidet mit einem weißen Tanktop – am Steuer seines grünen Ssangyong-SUV und donnerte wie in Trance durch die belebte Grazer Innenstadt.
Mit welcher halsbrecherischen Geschwindigkeit er durch die Grazer Innenstadt raste, zeigt ein kürzlich aufgetauchtes Überwachungsvideo. Nur in letzter Sekunde können sich die Menschen in Sicherheit bringen.
Jene, die seiner Amokfahrt entkommen, interessieren ihn nicht. Starr blickt er nach vorne, das Lenkrad fest umklammert. Das Auto ist bereits sichtbar beschädigt: Die Nummerntafel hängt schief, ein Seitenspiegel ist komplett zerschlagen.
Endstation Wachzimmer
Am Ende hielt er vor einem Wachzimmer und ließ sich verhaften. An seinem Wagen zeugten Dellen, ein abgerissener Rückspiegel und der Schuh eines Opfers am Unterboden von der Amoktour.
Seinen ersten Tag in U-Haft verbrachte Alen R. am Mittwoch ohne Psychobehandlung in einer normalen Einzelzelle der Grazer Justizanstalt Jakomini. Er aß Sauerkraut mit Rösterdäpfeln und spazierte eine Stunde lang im Hof – seelenruhig, als wäre nichts gewesen.