Österreich

Hier reißt eine Lawine einen Sportler mit

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:38

Wieder hat ein Wintersportler eine Lawine ausgelöst, wieder ist ein Toter zu beklagen. Die Serie der Lawinen-Unglücke setzte sich am Dienstag im Tiroler Navistal im Bezirk Innsbruck-Land fort. Das Schneebrett löste sich um 14 Uhr auf der Südseite der sogenannten Tarntaler Köpfe und verschüttete einen Mann.

Der 68-jährige Einheimische dürfte allein unterwegs gewesen sein und rund 50 Meter unter dem Gipfel der Tarntaler Köpfe (2757 Meter) die Lawine ausgelöst haben. Nach Angaben eines Polizisten wurde er circa 250 Meter mit den Schneemassen mitgerissen und dabei getötet. Eine unbeteiligte Person beobachtete das Unglück von der gegenüberliegenden Talseite und schlug Alarm. Für den Skitourengeher kam aber jede Hilfe zu spät.



Eine weitere Person ist am Dienstagnachmittag bei einem Lawinenabgang im Gemeindegebiet St. Jakob im Defereggental in Osttirol verschüttet worden. Informationen der Bergrettung zufolge wurde sie bereits gerettet und ist ansprechbar. Per Tau wurde sie von einem Hubschrauber geborgen. Das Schneebrett war kurz nach 13 Uhr im Bereich der Rieserfernergruppe abgegangen. Zu diesem Zeitpunkt befand sich eine Gruppe Tourengeher im Gebiet.

Angesichts der derzeitigen Diskussion um alpine Sicherheit forderte der Österreichische Bergrettungsdienst (ÖBRD) am Dienstag neue Konzepte für Tourismuswerbung. Damit sollen Wintersportler besser auf die Gefahren des winterlichen Gebirges vorbereitet werden. Ein Vorschlag der Bergretter ist beispielsweise die Anstellung von Berg- und Skiführern in Skigebieten, hieß es in einer Aussendung.

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