"Das furchtbare Brausen ging tief unter die Haut"

Ein Wiener verfolgte den Tornado, der Montag am Airport Schwechat vorbeischrammte. Im "Heute"-Interview schildert er die ganze wilde Jagd.

Der Wiener Stormchaser Mortimer M. Müller spürte Montag schon, dass sich etwas besonderes am Himmel zusammenbraute: "Es gab eine mächtige Gewitterzelle südlich von Wien. Da habe ich mich spontan entschlossen, loszufahren." Für einen Sturmjäger hatte er den richtigen Riecher, denn schon bei Schwechat wurde er Zeuge der Geburt eines Himmelsstaubsaugers: "Plötzlich ging es Schlag auf Schlag. Vor meinem Auto baute sich zuerst kurz ein kleiner Tornado auf, fiel zusammen und dann wuchs der Große aus dem Himmel!"

Ganze 15 Minuten dauerte das gewaltige Schauspiel und der 34-Jährige verpasste keine Sekunde: "Ich habe sofort Passanten und andere Autofahrer durch Hupen gewarnt, aber manche wollten nicht hören, wie jener, der auf meinem Video fast samt Wagen weggerissen wird. Ihn hätten jederzeit auch Bäume treffen können", so Mortimer.

Dann kam es fast zum direkten Kontakt mit dem Wirbelsturm: "Er raste auf mich zu und nur ganz knapp vorbei. Dieses furchtbare Brausen, dieser mächtigen Lärm, geht einem tief unter die Haut. Man spürt die enorme Macht." Eine Macht, die zum Glück weder Schwechat noch den Airport traf. Kurz vor dem Flughafen verlor der Sturm den Bodenkontakt - dann löste sich der wilde Wirbel in Wohlgefallen auf.

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