Großalarm im Berliner Dom: Das Dom-Personal rief am Sonntag gegen 16 Uhr die Polizei, weil ein Mann "im Gotteshaus mit einem Messer hantierte" und "verbal aggressiv" war - heute.at berichtete. Sofort wurde der Dom evakuiert, rund 100 Personen in Sicherheit gebracht.
Polizist schoss und verletzte auch den Kollegen
Als die Polizisten eintreffen und den Dom stürmen, können sie den Randalierer vor dem Altar stellen. Zwei Beamte reden auf den Täter ein, es kommt zu einer heftigen Auseinandersetzungen.
Der Österreicher soll daraufhin ein Messer gezogen und damit wild um sich gefuchtelt haben. Die Beamten forderten den Randalierer mehrfach auf, die Waffe niederzulegen, setzten auch Reizgas ein – ohne Wirkung. Weil der Mann nicht aufhörte, schoss einer der Beamten, der Österreicher wurde an den Beinen verletzt. Auch der Kollege des schießenden Polizisten wurde von einer Kugel getroffen. Sowohl der Randalierer als auch der Polizist mussten im Krankenhaus behandelt werden, der Beamte konnte das Spital bereits wieder verlassen.
Polizei: Kein terroristischer Hintergrund
Warum der Mann im Dom ausrastete, ist noch unklar. "Wir haben zum jetzigen Stand der Dinge keinerlei Erkenntnisse, die in irgendeiner Weise eine terroristischen oder islamistische Motivation dieses Tatverdächtigen belegen können", so ein Polizeisprecher. Der verletzte Wiener bleibt weiter im Spital: „Er wurde von den Ärzten aufgrund der Verletzungen in einen künstlichen Tiefschlaf versetzt, befindet sich aber nicht in Lebensgefahr", sagte ein Sprecher des Außenministeriums.
(isa)