Welt

Hier stürzen Ungarn ihren Premier Viktor Orban

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:51

Die Ungarn sind mit ihrer Regierung und ihrem Premierminister Viktor Orban ganz und gar nicht zufrieden. Das bekam am Sonntag eine Statue Orbans zu spüren. Ein Video des "Sturzes" erinnert an die berühmten Zeitdokumente nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, als die ehemaligen Ostblock-Bürger ihren Zorn an Stalin-Statuen ausließen.

Die Ungarn sind mit ihrer Regierung und ihrem Premierminister Viktor Orban ganz und gar nicht zufrieden. Das bekam am Sonntag eine Statue Orbans zu spüren. Ein Video des "Sturzes" erinnert an die berühmten Zeitdokumente nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, als die ehemaligen Ostblock-Bürger ihren Zorn an Stalin-Statuen ausließen.

Rund 2.000 Bürger demonstrierten gegen die rechtskonservative Regierung in der Budapester Innenstadt. Organisiert wurde die Protestaktion von der Zivilbewegung "Szolidaritas", die zum oppositionellen Wahlbündnis "Gemeinsam – Dialog für Ungarn" gehört. Dabei stürzten die Demonstranten symbolich auch eine mitgebrachte Statue von Preminierminister Viktor Orban.

Auf Transparenten forderten die Teilnehmer der Demonstration das "Aus" für die "Mafia-Regierung" unter Orban. Eine Frau mit einer "Szolidaritas"-Fahne betonte: "Bei den Wahlen 2014 werden wir die Regierung stürzen. Dazu hat das Volk das Recht." Ein Mann bedauerte, dass nicht mehr Menschen dem Ruf zum Zusammenschluss gefolgt seien und forderte einen engeren Zusammenschluss der Opposition. Begleitet von einem Pfeifkonzert wurde eine bronzefarbene Statue enthüllt und gestürzt. Der Kopf und weitere Teile wurden mit einem Marsch zum Museum "Haus des Terrors" getragen. Laut Konya symbolisiere die Statue "all das, wovon sich die Menschen bei den Wahlen 2014 befreien müssen".

Lügt wie "einst die Kommunisten"

Ex-Ministerpräsident Gordon Bajnai kritisierte vor den Demonstranten die Regierungspartei Fidesz-MPSZ: "Sie privatisiert, tritt die Rechte der Menschen mit Füssen und lügt, wie es einst die Kommunisten taten". Der Regierungsstil Orbans sei "unmenschlich, erfolglos, hoffnungslos und skrupellos". Bajnai bezeichnete Fidesz-MPSZ als die „neue Staatspartei“ und verwies auf den Kongress der Partei am Samstag, bei dem Orban als einziger Kandidat für den Posten des Parteichefs antrat und mit 1.240 von 1.241 Stimmen wieder gewählt wurde.

APA/red.

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