Von Donnerstag auf Freitag konnte man in Österreich eine partielle Mondfinsternis bestaunen. Wunderschöne Fotos von dem Naturschauspiel gibt es aus Hallstatt, wo der Vollmond den Hallstätter See beschien.
Das Spektakel war zwar schön anzuschauen, jedoch nichts, was Astronomen aus dem Häuschen geraten ließ. Nur ein kleiner Teil des Mondes wurde dabei beschattet. Für die Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie (WAA) war es eine "Finsternis für Liebhaber und Sammler".
Es war "die einzige Finsternis, die in diesem Jahr in Mitteleuropa zu sehen sein wird und diese wird kaum jemandem auffallen", schrieb die WAA auf ihrer Homepage. Der Mond war lediglich zu zwei Prozent verfinstert, es handelte sich um eine "partielle Finsternis an der Grenze zur Halbschattenmondfinsternis", so die Experten.
Als Beobachter musste man schon sehr genau schauen, um die Finsternis zu beobachten: In den Halbschatten der Erde trat der Mond bereits kurz nach Aufgang um 20.01 Uhr ein, verdunkelte sich dabei aber kaum merklich. Ab 21.51 Uhr trat der Mond dann in den Kernschatten der Erde ein, nahe des Nordpols verfinsterte er sich ein wenig, um 22.07 Uhr waren maximal zwei Prozent der Vollmondscheibe abgedunkelt. Um 22.23 Uhr endete die partielle Finsternis auch schon wieder, um 00.13 Uhr verließ der Mond dann auch den Halbschatten der Erde wieder.
Mondfinsternisse können sich prinzipiell nur bei Vollmond ereignen, wenn die Erde zwischen Sonne und Mond steht. Nur bei dieser Konstellation kann der Mond in den Schatten der Erde gelangen, was man als Mondfinsternis wahrnimmt.
Das heurige Jahr bietet nur mehr die kaum wahrnehmbare Halbschattenfinsternis am 18. Oktober. Für die nächste schöne totale Mondfinsternis wird man sich bis zum 28. September 2015 gedulden müssen.
APA/red.