Hier wird Todesstrafe für Vergewaltiger eingeführt

Tausende Demonstranten skandierten "hängt die Vergewaltiger" und "keine Gnade für Vergewaltiger".
Tausende Demonstranten skandierten "hängt die Vergewaltiger" und "keine Gnade für Vergewaltiger". REHMAN ASAD / AFP / picturedesk.com
Nachdem vor kurzem in Kaduna (Nigeria) beschlossen wurde, dass Vergewaltiger die Todesstrafe erhalten können, folgt nun auch Bangladesch dem Beispiel.

Wie am Montag bekannt wurde, wird in Bangladesch die Todesstrafe für Vergewaltiger eingeführt. Ein Kabinettssprecher teilte mit, dass die Regierung Bangladeschs eine Gesetzesänderung beschlossen hat, die die Todesstrafe für Vergewaltiger erlaubt, wonach jeder, der für eine Vergewaltigung verurteilt wird, mit dem Tod oder lebenslanger Haft bestraft werden solle. Die Gesetzesänderung wurde nach mehrtägigen Protesten schließlich beschlossen.

Dennoch gibt es Aktivisten, die Kritik äußern. Täter würden nämlich nur selten verurteilt und viele Taten erst gar nicht angezeigt. Der Grund ist soziale Stigmatisierung, vor der sich die Opfer sexueller Übergriffe fürchten. Der Justizminister erklärte, dass nun eine präsidentielle Erklärung erwartet wird, die die neue Regelung in Kraft treten lasse.

Video von Vergewaltigung ging viral

Die Proteste in Bangladesh begannen, nachdem ein Video eines sexuellen Missbrauchs viral ging. In der Zwischenzeit gelang es der Polizei aber acht Verdächtige festzunehmen. Tausende Demonstranten forderten in den letzten Tagen auf den Straßen Bangladeschs härtere Strafen für Vergewaltiger. Sie skandierten beispielsweise "hängt die Vergewaltiger" und "keine Gnade für Vergewaltiger".

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