Hier wurde Maurice (15) zu Tode geprügelt

In Passau wurde ein 15-Jähriger auf brutalste Weise zusammengeschlagen. Bis zu 20 Personen sollen zugesehen haben.

Auslöser war ein verbaler Streit - davon geht die Polizei zumindest aus. Ort des Geschehens war eine Unterführung mitten in Passau. Ein besonders belebter Platz.

Auch an dem Abend standen rund 20 Personen bei der Fußgängerpassage. Sie sollen sich zuvor über soziale Netzwerke verabredet haben, um "etwas zu klären". Laut Polizei handelte es sich um verfeindete Jugendgruppen.

"Er war kein Schläger"

Um kurz nach 18 Uhr eskalierte die Situation, Fäuste flogen. Ein 15-Jähriger wurde getroffen, knallte auf den Boden und blieb regungslos liegen. Dabei handelte es sich um Maurice, Schüler aus Obernzell. Kurze Zeit später verstarb er in einem Spital.

Die anwesenden Passanten schauten zu und taten nichts. Erst um 18.30 ging ein Anruf bei der Polizei ein. Eine Dame meldete den Vorfall. Als die Beamten eintrafen, rannten die Beteiligten weg.

Bislang konnte man sechs Verdächtige festnehmen, berichtet die "Bild". Bei den Festgenommenen handelt es sich um vier Deutsche (14, 15, 16, 25), einen Polen (21) und einen Tunesier (17). Gegen alle wird wegen Totschlags ermittelt.

Worum es bei dem Streit ging ist nicht klar. Ein Verwandter meinte jedoch gegenüber "Bild", dass Maurice definitiv "kein Schläger" war. Er sei zwar etwas "schwierig" gewesen, aber das sei "halt die Pubertät".

(slo)

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