Die Verbindungsbahn Neu soll eine neue West-Ost-Verbindung quer durch Wien schaffen, die ÖBB wollen so das Öffi-Angebot vor allem im Bezirk Hietzing attraktivieren. Geplant sind unter anderem zwei neue S-Bahn-Stationen, sowie die Schließung bestehender Eisenbahnkreuzungen. Ein Teil der Strecke soll in Hochlage durch Hietzing geführt werden.
Und genau das stößt vielen Anrainern sauer auf. Anfang Mai fand daher auch eine Demo in Hietzing statt – "Heute" berichtete.
Bezirk will Meinungen und Wünsche einholen
Hietzings Bezirkschefin Silke Kobald (ÖVP) begrüßt grundsätzlich Verbesserungen des öffentlichen Verkehrs und der Infrastruktur, kritisiert aber, dass der Bezirk zu wenig eingebunden sei. Um die Wünsche der Bevölkerung zur neuen Verbindungsbahn auszuloten, initiierte der Bezirk nun eine Befragung. "Um noch genauer die Wünsche und Anregungen der Bevölkerung vertreten zu können, findet nun eine Meinungsumfrage in Hietzing statt. Im Auftrag der Bezirksvorstehung fragen die Institute IFES und GfK in einer gemeinsamen repräsentativen Bezirksumfrage die Präferenzen, Wünschen und Sorgen zur geplanten Verbindungsbahn-Neu ab", heißt es in einer Aussendung des Bezirks.
Die Ergebnisse werden mit Ende Juni erwartet. Ziel ist, dass die ÖBB andere Planungsvarianten seriös in Erwägung zieht und dabei keine Denkvariante, die für die Bevölkerung Verbesserungen gegenüber den jetzigen Planungen bringt, außer Acht lässt.
ÖBB-Video zur Verbindungsbahn:
Kritik an Kobalds Vorgehen kommt von der Bezirks-FPÖ, die Umfrage sei ein "Alleingang": "Statt einer transparenten Bürgerbefragung hat sich nun die Bezirksvorsteherin Silke Kobald allerdings entschlossen, die Stimmung im Bezirk zum Monsterprojekt Verbindungsbahn anhand einer ,Meinungsumfrage' hochzurechnen, so Günter Kasal, Bezirksparteiobmann der Hietzinger FPÖ. Die FPÖ werde am 13. Juni Bezirksparlament einen Antrag auf eine Bürgerbefragung zum Thema "Ausbau der Verbindungsbahn" einbringen. (ck)