Hilfe für kranke Kinder: "Spüre so viel Herzlichkeit"

Elisabeth Schmidt (35) ist Kinderkrankenpflegerin und hilft ehrenamtlich beim Verein "Moki", um Spenden und Feste für Kinder mit Behinderungen chronischen und lebensverkürzenden Krankheiten zu organisieren.
Elisabeth Schmidt (35) ist Kinderkrankenpflegerin und hilft ehrenamtlich beim Verein "Moki", um Spenden und Feste für Kinder mit Behinderungen chronischen und lebensverkürzenden Krankheiten zu organisieren.Denise Auer
Als Krankenpflegerin versorgt Elisabeth täglich Kinder, in ihrer Freizeit organisiert sie als Freiwillige Feste für die kleinen Patienten.

Als mobile Kinderkrankenpflege betreut "Moki" Kindern mit Behinderungen, chronischen und lebensverkürzenden Erkrankungen in Wien. Über 500 kleine Patienten werden jährlich dort gepflegt, wo sie zuhause sind. Die Freiwillige Elisabeth Schmidt (35) stieß 2016 als Praktikantin für ihre Ausbildung zur Krankenpflegerin zu dem Verein. Was sie in den sechs Wochen bei den Familien zuhause erfuhr, war vor allem große Dankbarkeit: "Es ist faszinierend, wie viel Herzlichkeit, Wärme und Güte man in den Familien spürt", schildert sie "Heute".

"Familien sind für eine Auszeit so dankbar"

Auch nach ihrem Praktikum engagiert sich Elisabeth, organisiert Feste und Spendenaktionen wie Punschstände. Dafür werden immer wieder Helfer gesucht, heuer wieder bei der Freiwilligenmesse im Wiener Rathaus bei freiem Eintritt am 9. und 10. Oktober. "Die Arbeit von "Moki" steht und fällt durch den Einsatz von Freiwilligen und es ist so einfach zu helfen. Man kann im Büro mitarbeiten, für die Familien Amtswege übernehmen oder mit den Geschwistern der Kinder auf den Spielplatz gehen. Die Familien sind für diese Entlastung und Auszeit so dankbar", berichtet die Ehrenamtliche. Denn auch diese scheinbar kleinen Dinge kommen den erkrankten Kindern zu Gute.

Dramatischer Pflegenotstand

Elisabeth will aber auch Bewusstsein schaffen: "Es fehlt in der Öffentlichkeit an Offenheit und Toleranz für Kinder und Jugendliche, die andere Bedürfnisse haben. Nicht jedes Kind ist gleich, jedes braucht etwas anderes. Auch da leistet "Moki" wichtige Arbeit und schafft Aufmerksamkeit." Einen Appell hat auch Gabriele Hintermayer, Obfrau von "Moki": "Der Pflegenotstand herrscht in allen Spitälern, aber bei der Versorgung von kranken Kindern ist er noch einmal dramatischer" berichtet sie. Personal in der Kinderkrankenpflege wird händeringend gesucht.

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