Das war Rettung im letzten Moment! Ein junger Mann (37) schrieb in der Nacht zum Montag völlig verzweifelt seiner Schwester in Neuseeland eine SMS: Ich will nicht mehr leben! Die Frau bekam Panik, verständigte eine Freundin in Europa - allerdings kam dieser Notruf in Berlin an! Die Deutschen wussten dann aber, was zu tun ist.
Über den Journaldienst des Landeskriminalamtes kam Montag um 2.30 Uhr früh die schockierende Meldung, die sich ihren Weg durch die halbe Welt bahnen musste! In Linz kämpft ein Mann um sein Leben!, berichteten die deutschen Polizisten einem Beamten. Dass es diese Nachricht überhaupt bis nach Oberösterreich schaffte, ist wohl großes Glück: Denn der lebensmüde Neuseeländer, der in Linz lebt, alarmierte die Schwester in seiner Heimat per SMS. Sie kam irgendwie nach Berlin, konnte nur den Namen und die Handynummer ihres Bruders angeben, sagt Alexander Niederwimmer von der Linzer Polizei: Deutsche Kripo-Beamte haben aber sofort richtig reagiert und die Polizei ins Linz verständigt.
Eineinhalb Stunden nach der Hilfe-SMS standen dann Linzer Polizisten aus dem Wachzimmer Landhaus, ein Rotkreuz-Team und Feuerwehrmänner vor der Türe des Opfers am Hauptplatz - und das gerade noch rechtzeitig.
Laut Polizei hatte der Neuseeländer 50 Tabletten geschluckt! Die Hilfe kam also im allerletzten Moment, weiß Polizeijurist Niederwimmer. Das Opfer wird jetzt bei den barmherzigen Schwestern behandelt, ist bereits außer Lebensgefahr.
Robert Loy