Hilfssheriff wartete Amoklauf vor Schule ab

Er hatte eine Waffe bei sich, griff aber nicht ein während der Todesschütze ein Massaker anrichtete. Nun wurde er suspendiert.

Beim Schulmassaker von Parkland soll ein bewaffneter Hilfspolizist vor Ort gewesen sein. Dieser soll aber nicht eingegriffen haben, hieß es bei einer Pressekonferenz der Polizei. "Ich bin entsetzt und mir wird richtig übel. Dafür lassen sich keine Worte finden", sagte der Polizeichef von Broward County in Florida, Scott J. Israel, am Donnerstagmittag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz über das Verhalten des Hilfspolizisten.

Der uniformierte und bewaffnete Hilfssheriff war am vergangenen Mittwoch auf dem Schulgelände im Einsatz, als ein 19-Jähriger 17 Menschen erschoss. Er müsse gewusst haben, dass ein Attentäter im Gebäude sei, sagte Israel. Er habe aber vor dem Gebäude gewartet, statt einzugreifen.

"Hätte den Schützen töten sollen"

Das ginge aus dem Video der Überwachungskameras und Zeugenaussagen hervor. Die Aufnahmen würden nicht veröffentlicht. Auf die Frage, was der Hilfspolizist hätte tun sollen, antwortete Israel: "Reingehen und den Todesschützen konfrontieren. Den Todesschützen töten."

So genannte "School resource officer" haben die gleichen Befugnisse wie reguläre Polizisten. In der Regel stehen sie im Auftrag einer Polizeibehörde an einer oder mehreren Schulen im Einsatz. Dort sollen sie die Sicherheit erhöhen und in der Verbrechensprävention arbeiten.

Der Hilfspolizist wurde vom Dienst suspendiert und legte daraufhin sein Amt nieder. Zwei weiteren Polizisten drohe ebenfalls ein Untersuchungsverfahren. Sie sollen ernstzunehmenden Hinweisen auf den Attentäter von Parkland nicht nachgegangen seien. (red)

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