Beim Amerika-Gipfel am vergangenen Wochenende hatte US-Präsident Barack Obama alle Hände voll zu tun, um Schadenbegrenzung zu machen: Zuerst wegen der Sex-Eskapaden des Secret Service, dann wegen eines Aussetzers der Außenministerin: Hillary Clinton schwang das Tanzbein und schüttete Bier hinunter - ausgerechnet im Café des Erzfeindes.
Beim Amerika-Gipfel am vergangenen Wochenende hatte US-Präsident Barack Obama alle Hände voll zu tun, um Schadenbegrenzung zu machen: Zuerst wegen der Sex-Eskapaden des Secret Service, dann wegen eines Aussetzers der Außenministerin: Hillary Clinton schwang das Tanzbein und schüttete Bier hinunter - ausgerechnet im Café des Erzfeindes Kuba.
Eigentlich sollte es beim Amerika-Gipfel im kolumbianischen Cartagena vor allem um die Kuba-Frage und um das Thema „Legalisierung von Drogen“ gehen. Für die USA war es aber schwierig, neue Themen aufs Tapet zu bringen: Interessierten sich doch alle nur für die Sie ließen sich Huren aufs Hotelzimmer kommen und machten Party - Alle Beamte und fünf Militärs wurden vom Dienst suspendiert.
Salsa und 4 prozentiges Bier
Während Obama sich ständig rechtfertigen musste, warum Kuba weiterhin vom Amerika-Gipfel ausgeschlossen bleibt, tauchten Partybilder von Hillary Clinton auf: Samstagnacht hatte seine Chef-Diplomatin die bekannte kubanische Bar "Havanna" in Cartagena aufgesucht. Die sonst als eher kühl geltende Hillary konnte den heißen Rhythmen offenbar nicht widerstehen und wurde alsbald beim ausgelassenen Salsatanzen abgelichtet. In einer zweiten Aufnahme nimmt sie einen tiefen Schluck aus einer Flasche Águila, vierprozentigem kolumbianischen Bier.
Am nächsten Tag musste Clinton sich wieder auf politischem Parkett bewegen. Der Gipfel in der Stadt Cartagena endete ernüchternd - und ohne große Neuigkeiten. Eine gemeinsame Erklärung konnten die fast 30 Staats- und Regierungschefs nicht finden. Grund waren Unstimmigkeiten über den Umgang mit Kuba.
Die USA und Kanada beharrten darauf, Kuba auch künftig die Teilnahme an dem Regionalforum zu verweigern - und stellten sich damit gegen alle anderen Länder. Die 31 Staats- und Regierungschefs konnten sich nicht auf eine gemeinsame Abschlusserklärung verständigen. Außerdem gab es Uneinigkeit über die von Argentinien geltend gemachten Ansprüche auf die zu Großbritannien gehörenden Falkland-Inseln