Das Mullah-Regime lässt im Zuge der seit drei Monate dauernden Protestwelle im Iran Regierungsgegner öffentlich hinrichten. Dabei soll nun ein Ex-Fußballer in den Fokus der Behörden geraten sein.
Amir-Resa Nassr-Asadani soll auf der Todesliste des Regimes stehen. Der Vorwurf gegen den 26-Jährigen: "Kriegsführung gegen Gott". Die islamische Rechtsauffassung sieht dafür die Todesstrafe vor.
Der Mann soll während der Proteste in die Ermordung eines Polizisten und von zwei Sicherheitsbeamten verstrick gewesen sein. Die staatlichen Medien reagieren, dementieren.
Berichte über das drohende Schicksal des Ex-Profis sorgen jedenfalls für Aufregung. Er spielte einst in der höchsten Spielklasse seines Heimatlandes, galt in der Jugend als großes Talent, spielte für die U21-Auswahl des Iran.
In den vergangenen Jahren geriet seine Karriere aufgrund einer schweren Verletzung ins Stocken. Aktuell hat Nassr-Asadani keinen Klub.
Die erste Hinrichtung eines im Zusammenhang mit den aktuellen Protesten Festgenommenen hatte es am Donnerstag gegeben. Die Proteste hatten sich am Tod der 22-jährigen Mahsa Amini am 16. September, nach ihrer Festnahme durch die Sittenpolizei, entzündet. Sie haben sich zu einer der größten Herausforderungen für die iranische Theokratie seit der Islamischen Revolution 1979 entwickelt.
Aktivisten warnen, dass weitere Hinrichtungen folgen könnten. Bislang seien mindestens ein Dutzend Menschen wegen ihrer Beteiligung an den Demonstrationen hinter verschlossenen Türen zum Tode verurteilt worden. Mindestens 488 Menschen wurden seit Beginn der Demonstrationen nach Angaben iranischer Menschenrechtsaktivisten getötet. Weitere 18.200 Menschen wurden festgenommen.
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