Hinteregger: Hooligan-Prügelei "ist für alle gut"

Martin Hinteregger lächelt schelmisch, als er im ZDF eine Prügelei von Hooligans verteidigt.
Martin Hinteregger lächelt schelmisch, als er im ZDF eine Prügelei von Hooligans verteidigt.Screenshot
ÖFB-Star Martin Hinteregger verteidigt Hooligan-Gruppierungen, die sich rund um ein Bundesligaspiel für eine Prügelei getroffen haben sollen.

Eintracht Frankfurt verlor am Samstag den Bundesliga-Hit gegen Bayer Leverkusen 1:3. Dabei kam es auch vor der Arena zum Kräftemessen: Ultras beider Klubs hatten sich in Leverkusen versammelt, Sicherheitskräfte mussten einschreiten. Während der TV-Übertragung des Spiels war lautes Sirenengeheul zu vernehmen. 

Schräges TV-Interview

Eintracht-Star Martin Hinteregger wurde nach der Niederlage darauf angesprochen. Der ÖFB-Teamspieler verteidigte die Hooligans beider Lager. Der 28-Jährige wurde konkret gefragt, was er davon halte, dass Eintracht-Fans extra angereist seien, um mit Leverkusen-Anhängern unliebsame Bekanntschaft zu machen.

Die Antwort des Kärntners: "Ja, die haben sich wahrscheinlich ausgeredet. Haben sich halt mal ein bisschen gekloppt. Für das, dass jetzt so lange kein Fußball war, die Möglichkeit nicht oft da war …", sagte Hinteregger mit einem verschmitzten Lächeln auf den Lippen.

Sein Urteil: "Wenn es beide gewollt haben, dann ist es ja okay." 

Ob es denn wirklich okay sei, fragte der ZDF-Reporter etwas verdutzt nach. Hinteregger: "Ja, warum nicht? Passiert ja öfter. Gehört auch irgendwie zum Fußball. Ihr könnt wieder über irgendwas berichten. Die haben Spaß beim Kämpfen. Wir müssen Interviews dazu beantworten. Jeder hat was davon. Ist ja nix Schlimmes."

Brisant: Das Video des Interviews liegt "Heute" vor, wurde aber nie ausgestrahlt. ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann wird von der "BILD" zitiert: "Die Redaktion hat die Entscheidung selbstständig getroffen. Man hätte die Entscheidung auch anders treffen können." Die deutsche Zeitung will in Erfahrung gebracht haben, dass Eintracht keinen Einfluss auf die Entscheidung des Senders genommen habe.

Hinteregger genießt bei den Frankfurt-Fans Kultstatus. Diese bezeichneten sich in der Vergangenheit sogar schon als "Hinti Army". Der harte Fan-Kern der Eintracht wird die Worte des Österreichers gerne hören. Andernorts eckt der Verteidiger mit seiner Offenheit (zum wiederholten Male) an. Immerhin verteidigt er in seinem Statement Gewalt und eine in Corona-Zeiten verbotene und potenziell gefährliche Versammlung von Menschen.

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