Ein Mitarbeiter (30) der Wiener Berufsrettung wurde jetzt Opfer eines feigen Anschlags: Ein Unbekannter hatte in Wien-Leopoldstadt ein mit ätzender Flüssigkeit gefülltes Fläschchen auf die Scheibe eines geparkten Rettungsautos gelegt. Als der Sanitäter das Gefäß entfernte, platzte es, die Flüssigkeit lief ihm über die Hand. Zwei Finger sind schwer verätzt, müssen vielleicht amputiert werden!
Ein Mitarbeiter der Wiener Berufsrettung wurde jetzt Opfer eines feigen Anschlags: Ein Unbekannter hatte in Wien-Leopoldstadt ein mit ätzender Flüssigkeit gefülltes Fläschchen auf die Scheibe eines geparkten Rettungsautos gelegt. Als der Sanitäter das Gefäß entfernte, platzte es, die Flüssigkeit lief ihm über die Hand. Zwei Finger sind schwer verätzt, müssen vielleicht amputiert werden!
Sie sind täglich für unsere Gesundheit im Einsatz, retten Menschenleben. Jetzt wurde einer von ihnen Opfer eines hinterhältigen Säureangriffs: Als die Sanitäter am 1. Juli nach einem Einsatz in der Lassallestraße 11 zum Rettungsauto zurückkamen, fanden sie bei den Scheibenwischern ein kleines Fläschchen mit durchsichtiger Flüssigkeit vor. Einer der Männer entfernte das Gefäß, es zerbrach. Die Flüssigkeit lief ihm über zwei Finger der linken Hand. Nachdem es geruchlos war und er keine Schmerzen hatte, dachte er sich nichts weiter dabei, entsorgte das Fläschchen und beendete seinen Dienst.
Doch am nächsten Tag setzten die Schmerzen ein. Der Sanitäter fuhr ins Spital, dort dann die Hiobsbotschaft: In dem Fläschchen dürfte sich eine aggressive chemische Flüssigkeit befunden haben, die das Fleisch der betroffenen Finger langsam zersetzt! Bei der Chemikalie dürfte es sich um eine Lauge und nicht um eine Säure gehandelt haben, da die ätzende Wirkung nicht sofort, sondern eben zeitverzögert erst Stunden nach dem Kontakt eingetreten ist.
"Das Opfer hat auf einer Polizeiinspektion Anzeige erstattet, es gibt keine eigene polizeiliche Wahrnehmung", bestätigt Polizeisprecher Paul Eidenberger. Die Ermittlungen laufen, bislang gebe es "keinen konkreten Täterschaftsverdacht", so Eidenberger.
"Der Kollege muss nun jeden Tag ins Spital, um das abgestorbene Gewebe entfernen zu lassen. Wenn er Pech hat, müssen ihm beide Finger abgenommen werden!", ist AUF-Personalvertreter Thomas Berl fassungslos über diesen "feigen Anschlag". Er kritisiert, dass von Seiten der Berufsrettung nicht alle Kollegen über den Angriff informiert und gewarnt wurden: "Es gab vor zwei Tagen ein Rundmail der FSG (Anm.: SPÖ-nahe Gewerkschaft), das können aber nur Kollegen lesen, die auch einen Dienst-PC haben. Da es bis heute keinen Aushang gibt, wussten 80 Prozent der Mitarbeiter nicht von diesem Attentat", so Berl, der seine Kollegen nun per Facebook warnt.
Alle Mitarbeiter der Berufsrettung wurden vergangene Woche von der Personalvertretung gewarnt und zur Vorsicht ermahnt, erklärt Ronald Packert von der Wiener Berufsrettung gegenüber "Heute". Die Polizei gehe laut ihm von einem Einzelfall aus.