Der Schriftsteller und Neurologe Oliver Sacks ist gestorben. Er wurde durch seine Erzählungen über neurologische Fälle bekannt. Seinen Tod hatte er im Angesicht einer Krebserkrankung angekündigt.
Der britische Hirnforscher und Autor Oliver Sacks ist einem Bericht der "New York Times" zufolge am Sonntag in New York gestorben. Er wurde 82 Jahre alt. Der Autor wurde mit seinen Geschichten bekannt, in denen er neurologische Krankheitsbilder anschaulich und in teils humorvollem Stil darstellte.
"Zeit des Erwachens"
Das Buch "Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte" gehörte zu den bekanntesten Werken von Sacks. Sein Erstling "Zeit des Erwachens", der von Opfern der "Europäischen Schlafkrankheit" handelt, wurde ein internationaler Bestseller. Das Buch wurde mit Robin Williams und Robert De Niro verfilmt.
Tumor hatte Metastasen gestreut
Im Februar hatte Sacks in einem Essay für die "New York Times" über seine Krebserkrankung geschrieben. Der Tod sei "nicht länger ein abstraktes Konzept", sondern "eine Gegenwart - eine allzu nahe, nicht zu verneinende Gegenwart". Anfang des Jahres hatte der Hirnforscher erfahren, dass seine Leber von Metastasen befallen war, neun Jahre, nachdem man ihm einen Tumor am Auge entfernt hatte.
Geboren wurde Sacks 1933 als Sohn eines jüdischen Ärztepaares in London. Er wuchs mit drei älteren Brüdern auf, die auch Ärzte wurden.