Österreich

Hiroshima und Nagasaki - 70 Jahre danach

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:48

2014 starb das letzte Besatzungsmitglied des einstiegen Hiroshima- Bombers "Enola Gay", Theodore "Dutch" Van Kirk, im Alter von 93 Jahren eines natürlichen Todes. Van Kirk war Navigationsoffizier der B-29-Superfortress beim Abwurf der Atombombe am 6. August 1945 über Hiroshima, gestern vor genau 70 Jahren. "Man hat nichts gesehen außer einem hellen Blitz und dem Flugzeug", erinnerte er sich Jahrzehnte später. "Man sah eine weiße Wolke über der Stadt. Unter der Wolke sah man eine ganze Stadt bedeckt von Rauch und Staub. Es sah aus wie kochendes Öl da unten." Von den 350.000 Bewohnern Hiroshimas starben damals auf einen Schlag schätzungsweise mehr als 70.000. Bis Ende Dezember 1945 erhöhte sich die Zahl der Toten auf 140.000. Drei Tage nach Hiroshima, am 9. August, zündete die zweite Atombombe über Nagasaki.

2014 starb das letzte Besatzungsmitglied des einstiegen Hiroshima- Bombers "Enola Gay", Theodore "Dutch" Van Kirk, im Alter von 93 Jahren eines natürlichen Todes. Van Kirk war Navigationsoffizier der B-29-Superfortress beim Abwurf der Atombombe am 6. August 1945 über Hiroshima, gestern vor genau 70 Jahren. "Man hat nichts gesehen außer einem hellen Blitz und dem Flugzeug", erinnerte er sich Jahrzehnte später. "Man sah eine weiße Wolke über der Stadt. Unter der Wolke sah man eine ganze Stadt bedeckt von Rauch und Staub. Es sah aus wie kochendes Öl da unten." Von den 350.000 Bewohnern Hiroshimas starben damals auf einen Schlag schätzungsweise mehr als 70.000. Bis Ende Dezember 1945 erhöhte sich die Zahl der Toten auf 140.000. Drei Tage nach Hiroshima, am 9. August, zündete die zweite Atombombe über Nagasaki.

Van Kirk war direkt nach dem Abwurf "heilfroh, dass es geklappt hatte". Sein zweiter Gedanke war, "dass der Krieg nun vorbei sei. Und das war gut so." Sechs Tage später kapitulierte Japan. Der Krieg war tatsächlich zu Ende. Aber um welchen Preis? Seit Hiroshima und Nagasaki leben wir in einem neuen Zeitalter des atomaren Schreckens. Mit den derzeit geschätzten 16.300 Atomsprengköpfen (laut Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri) weltweit könnte die Menschheit sich selber vielfach vernichten. Haben wir von den Ereignissen aus Hiroshima und Nagasaki nichts gelernt?

Inzwischen haben wir die Atom-Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima erlebt. Immer noch setzen Länder ihre Hoffnung auf den Bau weiterer Atomkraftwerke. Das Atomabkommen mit dem Iran ist ein kleines Hoffnungszeichen. Die Gefahr einer atomaren Apokalypse ist damit freilich noch lange nicht aus der Welt.

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