Wirtschaft

Hirscher ist Werbe-Ikone vom Skiverband

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:03

Marcel Hirscher ist mit seinen fulminanten Auftritten und den drei Medaillen bei der Ski-WM in Schladming in neue Werbe-Dimensionen vorgestoßen. Trotzdem baut der 23-jährige Ski-Star aus Salzburg weiter auf sein vertrautes Berater-Umfeld und damit ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel. Klar ist aber, dass Hirscher mit dem von großer medialer Aufmerksamkeit begleiteten Slalom-WM-Titel seinen Image- und damit Werbe-Wert deutlich gesteigert hat und die Sponsoren wohl "nachbessern" werden.

Marcel Hirscher ist mit seinen fulminanten Auftritten und den drei Medaillen bei der Ski-WM in Schladming in neue Werbe-Dimensionen vorgestoßen. Trotzdem baut der 23-jährige Ski-Star aus Salzburg weiter auf sein vertrautes Berater-Umfeld und damit ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel. Klar ist aber, dass Hirscher mit dem von großer medialer Aufmerksamkeit begleiteten Slalom-WM-Titel seinen Image- und damit Werbe-Wert deutlich gesteigert hat und die Sponsoren wohl "nachbessern" werden.

Eine übliche Vorgangsweise, wie Stefan Illek versichert. Illek ist der Medienbetreuer Hirschers bei Skirennen, aber auch eine der Anlaufstellen für interessierte Sponsoren. Wird das Interesse konkret und ist Hirscher einverstanden, übernimmt Schröcksnadel zusammen mit den Anwälten des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV).

"Immer wenn der Marktwert nicht mehr dem Vertragswert entspricht, wird nachgebessert. Wie es zum Beispiel Raiffeisen schon im vergangenen Herbst getan hat", verwies Illek auf Hirschers Kopfsponsor, der schon Asse wie Niki Lauda, Gerhard Berger, Thomas Muster oder Hermann Maier unter seinen Fittichen hatte bzw. hat.

Hirscher wird seit einiger Zeit auch mit einer Red-Bull-Flasche gesichtet. Medienberichte, wonach Hirscher künftig über Millionen und den Privatjet des Getränkeherstellers verfügen wird, konnte Illek nichts abgewinnen. Es gebe Jahrespauschalen und wenn diese nachgebessert würden, sei dies normal und fair. "Sie haben ja auch mehr davon. Die Sponsoren sind aber untereinander im besten Einverständnis", versicherte Illek.

Schröcksnadel führt seine Beratungen wie bisher immer für seine Sportler "gratis" durch. Die üblichen zehn Prozent jedes mit einem ÖSV-Läufer abgeschlossenen Werbe-Deals gehen an den Skiverband.

Marcel ist unverbraucht

Dass Hirschers Imagewerte vor allem durch den Slalom-Weltmeistertitel, den knapp 40.000 Fans vor Ort und fast zwei Millionen Zuseher im ORF miterlebt hatten, sprunghaft gestiegen sind, liegt auf der Hand. "Dazu kommt, dass Marcel völlig unverbraucht ist", weiß Illek, und wird bestätigt durch eine aus dem Jänner 2013 - also vor der WM - stammenden Studie von Marketagent.com über "Österreichs Werbelieblinge 2013", für die 1.000 Personen über ihre Wahrnehmung von 60 prominenten Persönlichkeiten befragt wurden.

Schon damals wurden dem Salzburger glänzende Imagewerte bescheinigte. "Hirscher entpuppt sich als Idealbesetzung für die Werbewirtschaft: erfolgreich, sympathisch, glaubwürdig und werbetechnisch unverbraucht", heißt es am Ende der Studie. Punkto Coolness war Hirscher damals ebenso schon Nummer eins wie als "attraktivster Sportler" bei Österreichs Frauen.

Spaß ist wichtig

Alles steht und fällt vorerst aber mit den sportlichen Erfolgen des Jungstars, und hier muss sich der 23-jährige Annaberger schon am kommenden Sonntag beim Riesentorlauf in Garmisch-Partenkirchen wieder beweisen. "Das Wichtigste ist, dass er weiterhin Spaß hat", hofft deshalb auch Illek, dass Hirscher in den wenigen freien Tagen nach der WM seine Batterien aufladen kann.

"Marcel war in Schladming echt am Limit. Aber es war auch eine einmalige Situation, denn eine weitere Heim-WM wird er eher nicht mehr erleben", erklärte Illek. Selbst wenn der ÖSV tatsächlich 2021 wieder an die Reihe kommen würde, ist eher unwahrscheinlich, dass der leidenschaftliche Motocrosser Hirscher dann noch Skirennen fährt. Illek: "Er hat enorm viele Interessen, für die er derzeit keine Zeit hat."

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