Laufbestzeit im ersten Durchgang, Laufbestzeit im zweiten Durchgang – Marco Odermatt sorgt beim Heimrennen in Adelboden für die nächste Machtdemonstration. Es ist in drei verschiedenen Disziplinen bereits der sechste Saisonsieg für den 25-Jährigen. Und es ist vor allem ein Sieg, der die Konkurrenz ratlos zurücklässt.
"Ich weiß nicht, wie ich ihn schlagen soll", sagt der Zweiplatzierte Henrik Kristoffersen nach dem Rennen resignierend. Während der Hirscher-Star im ersten Durchgang noch einigermaßen mit Odermatt mithalten konnte, ist Kristoffersen im zweiten Lauf trotz ebenfalls starker Fahrt chancenlos.
Aus diesem Grund hat der 28-Jährige auch kein Verständnis für die Kurssetzung des österreichischen Trainers Martin Kroisleitner. "Marco hat gerade in Bormio einen Super-G gewonnen. Jeder weiß, wie gut er ist, wenn es gerade gesteckt ist", so Kristoffersen.
"Das sollten auch die Trainer anderer Nationen wissen." Er sei darum sehr überrascht von der Kurssetzung des zweiten Laufs gewesen. "Wenn es mehr dreht, haben wir anderen Fahrer immerhin eine Chance", betont der Norweger.
"Klar ist Marco auch gut, wenn es dreht. Aber bei solchen Bedingungen wie hier kann ihn niemand stoppen", so Kristoffersen weiter. "Ich glaube, sogar ein Hirscher in Hochform hätte auf einem so geraden Kurs Probleme mit Marco gehabt."