Überraschende Maßnahme der Notenbank: Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins im Euroraum auf das Rekordtief von 0,05 Prozent gesenkt. Damit soll die Wirtschaft angekurbelt werden.
Überraschende Maßnahme der Notenbank: Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins im Euroraum auf das Rekordtief von 0,05 Prozent gesenkt. Zudem weitete die EZB ihre umstrittenen Anleihenkäufe aus. Damit soll die Wirtschaft angekurbelt werden.
Die Währungshüter reagieren auf die extrem niedrige Inflation. Niedrige Zinsen verbilligen tendenziell Kredite und Investitionen und kurbeln so die Wirtschaft an. Das lässt die Preise eher steigen.
Der Leitzins, Schlüsselsatz für die Versorgung des Bankensystems mit Zentralbankgeld, lag seit Juni bei 0,15 Prozent. Den Einlagesatz, zu dem Banken bei der EZB kurzfristig Geld parken können, senkte die EZB auf minus 0,2 von minus 0,1 Prozent.
Der Eurokurs geriet unter spürbaren Druck und erreichte mit 1,3037 Dollar den tiefsten Stand seit Juli 2013. Die Renditen von Staatsanleihen aus der Eurozone gaben nach.
Außerdem werden die umstrittenen Anleihenkäufe auf monatlich 80 (bisher 60) Milliarden Euro aufgestockt.
Im August hatten sinkende Energiepreise die Inflation im Euroraum auf 0,3 Prozent gedrückt - den niedrigsten Stand seit Oktober 2009.