Nachdem die mehr als 50 Jahre dauernde Eiszeit zwischen den USA und Kuba seit einigen Wochen merklich am Auftauen ist, haben sich Barack Obama und Raul Castronun beim Lateinamerika-Gipfel in Panama gegenübergestanden, die Hände geschüttelt und ein paar Worte gewechselt. Es war die das erste offizielle Treffen zwischen den beiden Ländern seit 1956.
Ein Telefonat zwischen den beiden Präsidenten im Dezember leitete den Annäherungskurs der beiden ehemals verfeindeten Staaten an. Danach wurden in ersten Schritten einige Reise- und Handelserleichterungen zwischen Kuba und den USA vereinbart.
Streichung von Terrorliste
Obama versprach außerdem, Kuba von der Liste der Staaten, die Terrorismus unterstützen zu streichen. Die Liste wird von den USA seit Jahrzehnten geführt. Neben Kube, das seit 1982 darauf aufscheint, befinden sich noch der Iran, der Sudan und Syrien auf der sogenannten Terrorliste. Eine Streichung wäre also ein weiterer goßer Schritt im Normalisierungsprozess der Beziehungen zwischen den beiden Ländern.
Obama und Castro hatten sich bereits vor anderthalb Jahren beim Begäbnis von Nelson Mandela in Südafrika kurz getroffen. Das galt allerdings nicht als offizielles Aufeinandertreffen.