Hitler-Altar in Gefängnis: Häftling (35) verurteilt

Bild: Daniel Schreiner, privat
Ein Hitler-Porträt, schön umrahmt, hatte ein 35-Jähriger in seiner Zelle in der Justizanstalt Stein stehen. Jetzt musste er wegen Wiederbetätigung vor Gericht.
Weil er in seiner Einzelzelle im Gefängnis Stein (Krems) einen „Hitler-Altar" aufgestellt hatte, musste ein 35-Jähriger jetzt erneut auf die Anklagebank am Kremser Landesgericht.

Der 15 Mal vorbestrafte Mann (auch wegen Wiederbetätigung) verbüßt gerade eine mehr als fünfjährige Haftstrafe am berüchtigten "Felsen" ab. Im Laufe seines Freiheitsentzuges schnitt der 35-Jährige aus einer Geschichtsdoku ein Bild von Adolf Hitler aus, umrahmte das Porträt prachtvoll und stellte es, gut sichtbar für jeden Justizwachebeamten, in seiner Zelle auf.

Vor Gericht stellte sich der 35-Jährige ein bisschen naiv und meinte: "Ich bin einer Einzelzelle, empfange keine Gäste. Ich bin ein Patriot, liebe meine Heimat. Dass das Aufstellen eines Hitler-Bildes verboten ist, wusste ich nicht. Mehr sage ich dazu nicht, weil ich mich sonst wieder strafbar mache."

2 Jahre Zusatzhaft

Richter Gerhard Wittmann erklärte dem 35-Jährige klipp und klar: "Eine Zelle eines Gefängnisses ist kein Privatraum und somit keine Wohnung, wo sie bestimmen wer reinkommt oder was aufgehängt wird."

CommentCreated with Sketch.3 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Für den Angeklagten setzte es eine empfindliche Zusatz-Freiheitsstrafe in der Höhe von zwei Jahren. Und: Der 35-Jährige wurde in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen. (Lie)

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