Hunderte Mieter an der Linzer Leonfeldner Straße atmen auf! Durch eine aufwändige Sanierung ihrer Häuser aufgrund massiver Auflagen des Denkmalschutzes drohten die Mieten zu explodieren. Vizebürgermeister und GWG-Aufsrichtsratschef Klaus Luger (SPÖ) sieht nun eine Einigung mit dem Bundesamt in Griffweite.
Die Vorgaben der Denkmalschützer hätten die GWG als Eigentümer der NS-Bauten und in weiterer Folge die Mieter Millionen gekostet. Die Experten hatten den Einbau originalgetreuer Holzfenster und die Aufbringung eines kostenintensiven Vollwärmeschutzes verlangt. Der Nachteil: Durch die strengen Auflagen wären die Grenzwerte für wichtige Landesförderungen nur schwer erreicht worden. Weiters hätten die Mieter auf sinkende Heizkosten durch die bessere Isolierung verzichten müssen. Die Fenster sollen nun durch zeitgemäße Holz-Alu-Konstruktionen ersetzt werden. Auch bei der Wärmedämmung ist ein günstigerer Kompromiss in Sicht, erklärt Luger.
Außenbalkone waren ein lang gehegter Wunsch vieler Mieter, der nun in Erfüllung gehen soll. Bis auf die Seite an der Leonfeldner Straße können nun überall die südlich, beziehungsweise westlich ausgerichteten Anbauten errichtet werden - auch in den ruhigen Innenhöfen.Jürgen Tröbinger