Hitlergruß: Schuldspruch für Fußballer vor Gericht

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Der 26-Jährige war mit Nazi-Symbolen auf den Stutzen auf den Platz gelaufen. Einen Freispruch hob der Oberste Gerichtshof auf, jetzt wurde er verurteilt.

Das Spiel des Vereins ASKÖ Wölfnitz (Kntn.) im Jahr 2015 beschäftigte bis heute die Gerichte: Der junge Fußballer war mit der weithin sichtbaren Zahl 88 (steht für Heil Hitler im Alphabet) angetreten. Außerdem soll er gegnerische Spieler als "Scheiß Jugos" beschimpft und die rechte Hand zum Hitlergruß gehoben haben.

Dafür stand der 26-Jährige bereits im Vorjahr vor Gericht und wurde dort vom Verdacht der Wiederbetätigung freigesprochen. Dieses Urteil hob der OGH nun auf und daher musste der Kärntner Mittwoch erneut in Klagenfurt vor Gericht. Die "88" habe keine Nazi-Bedeutung gehabt, beteuerte der Angeklagte beim Prozess. Es sei seine Glückszahl, die er bei jedem Match getragen habe.

Ein Foto von seinem PC, auf dem er lächelnd neben einem Hakenkreuz steht, erklärte der junge Mann als Urlaubserinnerung aus Australien. Sein Anwalt ergänzte, keiner der Zuschauer beim Spiel hätte einen Hitlergruß gesehen. Im neuerlichen Prozess glaubten die Geschworenen dem Angeklagten kein Wort. Daher verurteilten sie den 26-Jährigen zu einer bedingten Haftstrafe von 14 Monaten. Der Fußballer erbat Bedenkzeit, der Staatsanwalt gab keine Erklärung ab, daher nicht rechtskräftig. (mah)

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