Hochsommerliche Hitze ist längst kein "schönes Wetter" mehr, sondern Stress für Menschen, Tiere und Pflanzen. Der Rasen wird braun, die Blumen lassen die Köpfe hängen. Da greift man schnell zum Gartenschlauch – doch ist das bei Wassermangel überhaupt noch erlaubt?
Die gute Nachricht: Sparsames Gießen ist grundsätzlich noch in Ordnung. Der Bund für Umwelt und Naturschutz betont jedoch, dass man auf regionale Verbote achten muss. Wer sich nicht an bestehende Gießverbote hält, riskiert Bußgelder.
Wie utopia.de berichtet, sollte man sich bei deiner Gemeinde oder dem Landkreis informieren, ob Einschränkungen gelten. Suchbegriffe wie "Bewässerung" oder "Wasserentnahme" helfen, die aktuellen Regelungen zu finden.
Eine klare Empfehlung gibt es für den Rasen: Lass ihn in Trockenphasen einfach braun werden. Der klassische Zierrasen ist meist nicht kaputt, sondern geht in eine Ruhephase und erholt sich nach dem nächsten Regen wieder. Fred Schenk vom Landesverband Brandenburg der Gartenfreunde bringt es auf den Punkt: "Golfrasen brauchen wir nicht, schon gar nicht im Kleingarten."
Wichtiger ist es, Gemüsepflanzen, Obstbäume und Beerensträucher zu versorgen. Diese haben Vorrang, weil sie bei Wassermangel ihre Früchte abwerfen oder eingehen können.
Langfristig hilft nur eins: Wir brauchen Pflanzen, die mit der Trockenheit besser zurechtkommen. Das sind heimische Wildpflanzen wie Flockenblume, Wiesensalbei oder Graslilie sowie Kräuter wie Thymian und Lavendel.
Bei Bäumen eignen sich Amberbaum, Ginkgo, Felsenbirne oder der Eisenholzbaum besonders gut. Mit den richtigen, standortgerechten Pflanzen muss man selbst im Hochsommer oft nur alle drei Tage gießen – und schont so die wertvolle Ressource Wasser.