Die Idee der Badebrunnen schlägt Wellen. Die Grünen haben das Thema aufgebracht. Doch die zuständige MA 31 (Wiener Wasser) kann der Idee wenig abgewinnen und rät dringend davon ab: "Das Wasser ist nicht aufbereitet. Das wäre bei vielen denkmalgeschützten Objekten gar nicht möglich. Dafür bieten wir hygienisch unbedenkliche Alternativen an."
Klingt einleuchtend: Wer selbst einmal Samstagabend rund um den Brunnen am Karlsplatz die Szenerie beobachtet hat, kann nicht ernsthaft in Erwägung ziehen, in das Rinnsal auch nur den kleinen Zeh reinzuhängen.
Wer dennoch mit dem Gedanken spielt, sollte dabei weder nackt sein noch pinkelnderweise erwischt werden oder betrunken herumgrölen – wobei diese Aktivitäten nicht zwingend einander ausschließen. Dann wären Anzeigen wegen Anstandsverletzung, Verstoß gegen das Reinhaltegesetz oder Ordnungsstörung denkbar, und die Polizei würde wohl einschreiten.
Heißt aber im Umkehrschluss: Wer sich gepflegt im Schmutzwasser suhlt, riskiert vielleicht einen bösen Ausschlag, aber keine Strafe.