Neues Kapitel im Hitze-Streit um die Fiaker: Nach Tierschützern schlagen jetzt auch immer mehr Touristen Alarm. Beim Wiener Tierschutzverein hagelt es Beschwerden per Mail und Telefon.
"Bei uns haben alleine am Mittwoch rund 200 Touristen angerufen, die empört waren, wie schlecht es den Pferden bei der Hitze geht", schildert Eva Hercsuth, Sprecherin des Wiener Tierschutzvereins. Von kollabierenden Tieren sei die Rede, die weder ausreichend Wasser noch Schatten bekommen würden.
"Heute" ging den Vorwürfen nach: Beim Lokalaugenschein am brütend heißen Michaelerplatz sprachen wir mit den Fiakern Kathrin Strak (28) und Karan Ylmaz (43), erwischten sie gerade bei der "Pferdedusche": "Unsere Tiere bekommen natürlich regelmäßig Wasser zu trinken. Außerdem legen wir ihnen nasse Handtücher in den Nacken und spritzen sie auch so oft es geht ab."
"Bei über 30 Grad sind unsere Tierärzte den ganzen Tag unterwegs, kontrollieren Gesundheit und Wasserversorgung der Pferde", so Wiens Oberveterinär Walter Reisp. Die Tierschützer bleiben bei ihrer Forderung: Hitzefrei für Fiaker!